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Reichsfreiherrliches
Haus von Pallandt
zu Wildenburg von Withem
Baron von Pallandt
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| I. |
Ameliusv.BREITENBENDT, ( = Amelis
van BREDEBEMPT), * ca. 1230/40 n.Chr., † v.1327 n.Chr.,
erwähnt 1312 n.Chr. als Besitzer von Burg BREIDENBEND
(BREITENBEND)[2].
Der spätere Amelius[3]
(Amiles/Amelis) v.BREDENPEINT ( de
BREIDENBENT/de BREDEBEMPT etc.) ist ein direkter
Nachkomme. Er kann aber nicht mit ihm identisch sein, da er
im Gegensatz zu dem anderen Amelius noch am 12.11.1333
n.Chr. Knappe ist (und dieser ist ein Verwandter
des Winrich v.KINZWEILER). - Ritter
Wilhelm v.BREIDENBENT († zweite Hälfte 1315 n.Chr.)
¤Rikalda v.BUSCHFELD (deren Tochter Richardis
ist z.B. im Jahr 1339 n.Chr. als Nonne erwähnt), ist
nachweislich ein BruderdesArnoldus„PARVUS“[4].
Die Burg BREITENBENDT muß im Zusammenhang mit der Geschichte
von LINNICH gesehen werden. Es handelt sich wohl um eine Befestigung
zum Schutz der jenseits der RUR gelegenen Weideflächen, die
zu dem dort (?) gelegenen Meierhof gehörten. Solche
Befestigungen waren häufig Motten, aus denen später Wasserburgen
oder auch Wallburgen entstanden. Sie bildeten Flucht- und
Sicherheitsbereiche. Vielfach waren sie bedeutend für bereits
althergebrachten wie ebenso auch für noch im Entstehen befindlichen
Eigenherrenbesitz. Die früheste bekannte urkundliche Erwähnung
von LINNICH, und zwar als königliches Gut, geht
auf das Jahr888 n.Chr. zurück. Aus dieser Urkunde ist
eindeutig der Rückschluß auf einen älteren Bestand zu folgern.
- Regionalgeschichtlich ist das weite Umland von AACHEN bereits
unter Kaiser KARL d.Gr. intensiv erschlossen
und entsprechend zugeteilt, wobei den Meiern
aus der persönlichen Familiengeschichte KARLs eine ganz besondere
und hohe Bedeutung im ministerialen Sinn zu eigen ist. Sie
bildeten neben den eingesetzten Gaugrafen die
Grundlage des "neuen Adels", der sich gegenüber
den stammeszugehörigen Eigenherren durchsetzen mußte. Die
Tatsache der Verwendung der beiden verschiedenen Namen für
ein und dieselbe Person ist durchaus nicht ungewöhnlich, denn
Ameliusv.BREITENBENDT war sowohl von Seiten des Herzogs
von BRABANT (als Amelius de BREDEBEMPT) mit BREITENBENDT
belehnt, wie er als ein Angehöriger der Familie
v.PALANDT durch den Herzogvon JÜLICH belehnt
war[5].
Je nach dem ererbten Anteil trugen die Nachkommen den Namen
v.BREITENBENDT, v.PALANDT oder v.TRIPS."miles"(lat.)
bedeutet Ritter. Wieweit dies etwas mit dem hier gebrauchten
Vornamen zu tun hat, wird hier nicht weiter bearbeitet. Der
o.a. heißt z.B.: Amiles (1341 n.Chr.), Amelis
(1359 n.Chr.), Meles (1379 n.Chr.) etc.; der Name scheint
aber eine Abart von "miles"= Ritter zu sein oder
an Stelle eines Vornamens in Gebrauch genommen worden zu sein.
Eine Quelle nennt als ältesten BREITENBENDT einen Sigerv.BREITENBENT¤
mit einer Tochter des Conrad,Kämmerer
zu KÖLN[6].
- Bisher eindeutig bekannt sind als
Kinder:
|- 1. Wernerv.BREITENBENDT[7].
|- 2. Arnold v.BREITENBENDT, der auch
Arnoldusparvus genannt wird und 1341 n.Chr. in einer
Urkunde mit Amilius
| v.BREITENBENDT, dem Sohn des Wilhelm,
genannt wird[8]
(siehe unten bei demselben).
|- 3. Johannes v.BREITENBENDT1309
mit seinem Bruder Arnold erw.[9].
|- 4. Wilhelmv.BREITENBENDT; Ritter,
¤ 1315 n.Chr. Rikaldav.BUSCHFELD. Wilhelm verstarb
vor Antritt seines Lehens,
seine Witwe erneuerte 1315 n.Chr. das Lehen
für sich und ihren Sohn. Noch 1315 n.Chr. bürgt
für ihn Ricald
v.KINZWEILER. Wahrscheinlich ist seine Frau
oder seine Schwiegermutter eine v.KINZWEILER, da sein
Sohn
Amilius als Verwandter des Winrich v.KINZWEILER
gilt. Auch kommt der seltene Vorname Amilius in dieser
Familie mehrfach vor.
Kinder:
|- Adolf v.BREITENBENDT.
|- Amilius v.BREIDENBENDT, erw. z.B.
1341 n.Chr. als Bürge bei einem Verkauf durch
Dietrich v.KINZWEILER
an Arnoldus de BREIDENBENT gemeinsam mitReinhard
de POMERIO( =v.d.BONGARD), Gottfried
v.ALDENHOVEN und Johannv.OVERBACH.
W.: Amelis
v.BREITENBENDT
1359 n.Chr., Helm: Bärtiger Mannesrumpf mit
hohem Hut, der oben in einem Knopf endet
(Áls seine Frau für möglich gehalten wird:
v.SLEIDEN,Anna, sie scheint auch sehr wahrscheinlich.[10]
Arnold, Daniel und Henricus de BACHEM
nennen um 1328 n.Chr. ff. Wilhelm,Johann und
Conradde SLEYDE „mage“[11]).
Sie wird eine Schwester des Arnold v.SCHLEIDEN
(1259 n.Chr. zum EB von TRIER gewählt) sein, also T.v. Fredrich
v.SCHLEIDEN (S.v.Conrad v.SCHLEIDEN) ¤Elisabeth
. Diese Linie muß allerdings noch genauer erforscht werden,
da es neuere Literatur in den letzten Jahren gegeben hat,
sollte die Bearbeitung in den nächsten Jahren möglich sein. |
| II. |
Arnoldusv.BREITENBENDT, gnt.Parvus
(siehe dazu auch den Text bei seiner TochterAgnes!),
wird auch in mancherlei Literatur mit einem Übernamen benannt
Arnoldus PARVUS (so vielleicht nur nach seiner
Körpergröße, eher aus einem anderen Grund. Möglich
ist aber auch eine bloße Latinisierung eines ugs. mißverstandenen
Wortes Ursache dieser Benennung (etwa aus „de PARWES“
[s.u.]),* um 1260/70 n.Chr. nicht[12]
in AACHEN, † nach 25.11.1342 n.Chr., an diesem Tag gibt ihm
HerzogReinoud v. GELDERN ein Schuldbekenntnis
ab. Als Zeuge ist dabei erw. Jan v.VALKENBURG[13],
wie schon am 28.9.1310 n.Chr. Arnold umgekehrt
erwähnt wird in der Streitsache um das AACHENer Vogt-
und Meieramt zwischen dem GrafenGerhard
v.JÜLICH und Reinhard v.VALKENBURG einerseits und
den AACHENer Bürgern andererseits[14].
Er ist nach den Regesten der Stadt AACHEN im Jahr 1310 n.Chr.
bereits Bürger der Stadt. Demzufolge liegt die
Übernahme der Ämter zeitlich eindeutig davor.Arnold v.BREITENBENDT
ist erw. 1310 bis 1342 n.Chr. als Schöffe und
Meier (villicus) zu AACHEN, etwa seit
1311 n.Chr. als Ritter erw. z.B. 1311
n.Chr.: „Dominus Arnold milites qui dicitur Cleynarnold
villicus Aquensis“, wobei Dominus darauf verweist,
daß er adeligen Standes ist, milites [Ritter] dies
bestätigt, der Beiname zur Identifikation ausreicht und villicusAquensis
als feststehender Titel zu betrachten wäre. Am 9.1.1311 n.Chr.
ist er bereits Ritter.[15]),
1313 n.Chr. Richter, 1315 n.Chr. Vogt
zu AACHEN (am 18.4.1315 n.Chr. so erw.[16]),
also als ein hoher Reichsministerialer, ein
Amt, das schon der Großvater seiner Frau[17]
innehatte. „Über diesem Stadtrath standen die höheren Beamten
des Königs, dem ja ursprünglich aller Grund und Boden gehört
hatte, nämlich der Vogt (advocatus) als höchster Richter und
Vertreter der königlichen Rechte überhaupt, ihm unterstand
die eigentliche Pfalz, der Schultheiß (scultetus) als sein
Vollziehungsbeamter, als Erheber der königlichen Einkünfte
und Inhaber der niederen Gerichtsbarkeit, der Meier
(villicus), welcher die Häuser und Höfe, die
auf königlichem Grund und Boden aufgeführt waren, verwaltete.
Schultheissen- und Meieramt finden sich häufig in einer Hand
vereinigt.“[18].
Alle drei Ämter in einer Hand zu halten, das bedeutete für
den Inhaber der Ämter eine gehörige Ballung von Macht. Die
Verwandten von Arnolds Frau, die MERODE
hatten bereits 1278 n.Chr. in der Jacobsstraße in AACHEN ihr
Leben gelassen, als sie auf Seiten des jülichschen Grafen
Wilhelm für diesen versuchten, sich der Stadt AACHEN zu
bemächtigen. Schließlich hatte König Adolf im
Jahr 1292 n.Chr. das Amt des Schultheißen demselben (Großvater
der Frau des Arnold) für 1500 Tournosen verpfändet, nachdem
WalramGrafv.VALKENBURG diese Pfandschaft schon
1268 n.Chr. innehatte, der es dann wieder zusammen mit dem
Meieramt 1295 n.Chr. besitzt Im Jahr 1296 n.Chr. hat der HerzogvonBRABANT
das Meieramt inne, von dem es wieder ein Jahr später Wilhelm
Graf v.JÜLICH einlöst.[19]
- Wenn Arnold aber 1309 n.Chr. im AACHENer Ämterstreit
mit seinem BruderJohannes als Parteigänger der
Seite JÜLICH und VALKENBURG genannt wird und am 28.9.1310
n.Chr. noch immer mit den AACHENERN im Streit liegt wegen
der Verletzung der Freiheitspriviliegien und der Satzungen
der Stadt, muß er bereits die Ämter innegehabt haben. Die
Veränderung in der Amtsauffassung des Amtsinhabers und seiner
Abhängigkeiten muß also eine bedeutende Rolle gespielt haben.
Genau dies war eingetreten, als Reinoud v.VALKENBURG
(MONTJOIE) sich in der Nachfolge Dirks III. v.VALKENBURG
(HEINSBERG) durch König Albert I.v.ÖSTERREICH
am 27.7.1306 n.Chr. mit dem gewinnbringenden Schultheißenamt
von AACHEN belehnen ließ und zusammen mit GerhardGraf
v.JÜLICH (was aus nachkommenschaftsrechtlichen Gründen,
wie deutlich zu ersehen, auf die gemeinsamen LIMBURGer Vorfahren
der VALKENBURG-HEINSBERG und der JÜLICH zurückgehen muß) Vogtei,
Schultheißen- und Meieramt der Stadt übernahm, deren Funktionen
sie von ihren Leuten, einem Stellvertreter und einem Villicus
ausüben ließen, wobei der Villicus ein Nichteinwohner von
AACHEN sein mußte, damit die Einkünfte so hoch wie möglich
ausfielen[20].
Das dem Streit folgende Urteil befreit Arnold als Beschuldigten
in dieser Sache von den AACHENer Vorwürfen und so geht aus
diesem Urteil zugleich hervor, daß es um Arnold als
Funktionsträger geht. Der VALKENBURGER wird im Streit
Friedrich v.ÖSTERREICHs mit Ludwig v.BAYERN um
die Kaiserkrone am 4.5.1313 n.Chr. durch den ÖSTERREICHER,
am 19.3.1315 n.Chr. Gerhard v.JÜLICH durch den BAYERN
geködert. Im nachfolgenden Zwist unterliegt der VALKENBURGER
und ist seine AACHENER Pfandschaft und ein schweres Lösegeld
los[21].
Offenbar hat sich Arnold auf die Seite Gerhards
v.JÜLICH geschlagen, denn kurz darauf wird er als Vogt
genannt (s.o.). Diese Entscheidung beruht mit Sicherheit auf
einer engeren Verbindung als der eines bloßen Lehnsnehmers.
Nicht erst in einer Urkunde vom 12.12.1327 n.Chr. wird er
HERRzu BREITENBEND genannt, was klar ersichtich
ist daraus, daß sein Sohn Carsilius bereits
am 22.6.1326 n.Chr. als "Karsil v.PALANDT, HERR
zu BREITENBENDT" genannt wird[22],
BREITENBENDT also bereits zu dieser Zeit auch ohne
Kaufubeurkundung im Familienbesitz ist, wie es bei dem Bruder
sowieso vorausgesetzt wird. (Ob dieser Karsil es ist,
der am 28.4.1354 n.Chr. mit seinem Bruder (!)Werner
v.BREIDENBENDT[23]
eine Urkunde des MarkgrafenWilhelm v.JÜLICH
siegelt u. dabei Karsilv.MERODE heißt?)
Er erhält Burg und Haus PALANDT (Kauf innerhalbder
Familie ist anzunehmen) bei WEISWEILER, ist Herr
zuTRIPS[24].SeineigentlicherName
ist Arnoldv.BREITENBEND. Sein Vater ist
demnach völlig richtig genannt: Ameliusv.BREITENBEND[25],
der bei LINNICH auf dem Gut und (Burg-) Haus BREITENBENDT
erbsässig ist. - (Auch in dem Teil der Familie, der sich weiterhin
BREITENBEND nennt, ist der Vorname Arnold noch
längere Zeit vorzufinden, z.B.1373/1455 n.Chr. etc.). Er selbst
wird bloß mit dem Beinamen (Über/Spitz/Necknamen PARVUS
genannt, weil er von seiner Gestalt her (s.u.) kleinwüchsig
war. Dies träfe zu gemäß der Art und Weise seiner Benennung
in den verschiedenen Urkunden[26]
und wäre durchaus Usus der Zeit. Möglich ist aber auch eine
bloße Latinisierung eines ugs. mißverstandenen Wortes Ursache
dieser Benennung (etwa aus „de PARWES“ [PERWEY etc.). Ebd.
" Arnold wird also wohl kein geborener AACHENer
gewesen sein."OIDTMAN meint[27],
daß er den Ritterschlag von KönigHeinrich (VII.)
erhalten habe. Dieser war ein SohnGraf Heinrichs
III. v.LUXEMBURG, dürfte Arnold persönlich gekannt
haben und er wird ihn in der Zeit zwischen seiner Wahl zumKönig
am 27.11.1308 n.Chr. und seinem Tod am 24.8.1313 n.Chr.
in BUONCONVENTO bei SIENA zum Ritter geschlagen
haben. Insbesondere ist dabei die Zeit vor seiner Wahl zum
Kaiser 1312 n.Chr. zu berücksichtigen. Während seiner Italienreise
von 1310 n.Chr. bis zu seiner Krönung zum Kaiser aber kommt
dieser nicht wieder in den Norden. Arnold müßte dann
irgendwie in seiner Begleitung auftauchen. Tatsächlich aber
ist er am 28.9.1310 n.Chr. im AACHENer Streit um die Ämter[28]genannt
und muß sich in der Auseinandersetzung stellen. Für den Ritterschlag
bleibt ausschließlich die Zeit zwischen dem 27.11.1308 n.Chr.
und der Abreise des Königs Anfang des Jahres
1310 n.Chr. Dabei spricht der zeitliche Ablauf der geschichtlichen
Ereignisse am ehesten für das Ende des Jahres 1309 oder den
Beginn des Jahres 1310 n.Chr. In diesem Zeitraum wird der
neugekürte König seine heimatlichen Angelegenheiten
geordnet haben. Dazu gehörte mit Sicherheit dieBerufung
von ihm besondersvertrauten Menschen in bestimmte Ämter.
In der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit wird sich der
neue König hierbei an die ihm persönlich bekannten
Adeligen und nicht an irgendwelche Emporkömmlinge gehalten
haben. Dies sollte insbesondere das Meieramt betreffend
gelten, welches als ein Reichsamt durchaus von (auch)
dem Patriziat zugehörigen Adeligen eingenommen wurde. Zu diesem
vertrauten Kreis gehörte ganz unzweifelhaft Arnold
, ein Mann wohl von etwa des Königs Alter.-
Gerade das Fehlen einer entsprechenden Urkunde kann hier ein
Hinweis darauf sein, daß Arnold ebenkein Problemfall
war, sondern daß er nach völlig normalem Ablauf Ritter
werden konnte. Er erfüllte schlicht die Voraussetzungen
dazu, d.h., er entstammte einer entsprechenden Familie und
er besaß die persönlichen Qualitäten. Er wird jedoch schon
am 16.10.1311 n.Chr.[29]
als Ritter beurkundet. Folglich ist er bereits
spätestens bei der Abreise des Königs schon zum Ritter geschlagen
worden. Es gab ansonsten keinerlei zeitliche Chance für
seinen Ritterschlag. Gegen die sehr phantasiereich zusammengereimte
Annahme, daß er zu den AACHENer Schöffenfamilien gehört habe
und daher nicht dem Adel, sondern („nur“) dem Patriziat (immerhin
dem mächtigen, sogenannten Stadtadel) zuzurechnen sei, über
dessenAbkunft sich die Nachkommen geschämt hätten[30],
spricht gerade der Ämterstreit, den er als Adliger
(wie sich aus dem Zeitpunkt des Ritterschlags treffend ergibt)
und ortsfremderRitter in die Schöffensippen
eindringend führt und ebenso steht dagegen die schlichte Tatsache,
daß seine nachgewiesenenBrüderWilhelm
u. Werner v. BREIDENBENDT mit diesem Familiennamen
bereits zwischen 1295 und 1315 n.Chr. genannt sind. Dem Mangel
an Unterlagen über Arnoldus de BREITENBENDT in unseren
Archiven kann zukünftig ggf. abgeholfen werden, wenn die holländischen
Adelsarchive mehr einbezogen werden. Schließlich ist Arnold
zeitweise auch als ein Lehnsmann
des Grafen v.HOLLAND genannt. Zudem wird
die verwandtschaftliche Beziehung zu den Grafen
von LUXEMBURG bzw.LIMBURG immer deutlicher[31].Arnold
ist als Vorname bei den HEINSBERGern sehr verbreitet, ebenso
der doppeltgeschwänzte Löwe als Wappentier). Die Zeit des
Aufstiegs von Ministerialen in die Ritterschaft war im 13.Jh.
n.Chr. bereits abgeschlossen und gerade über diese etwa "unregelmäßigen"
Ritter, wie sie noch viel seltener auch aus begütertem
Bürgertum kommen konnten, sind doch zu viele Urkunden und
Unterlagen überliefert, als daß sie nicht recht genau als
solche zu identifizieren wären. Zu diesen gehörte Arnoldalso
in gar keinem Fall. Die gesellschaftliche Stellung des Arnoldmuß
schon im Jahr 1310 n.Chr. hervorragend[32]
gewesen sein. Welcher eben erst frisch zum Ritter
geschlagene Mann wäre schon nach kürzester Zeit mit dem damals
äußerst hoch geschätzten, sehr angesehenen, einflußreichen
und gewinnbringenden Amt des Vogts von AACHEN, des Meiers
oder des Schultheißen bzw. Schöffen oder sogar eines Richters
betraut worden, wenn er nicht auch zugleich adelig oder allerwenigstens
eben erst geadelt war? Keiner; - es sei denn, der Ritterschlag,
der längst nicht jedem Adeligen zukam (!), wurde einem
bereitszum Adel gehörenden Mann gegeben, welcher damit
voll qualifiziert war. Oft finden wir solche Ämter in den
Händen von natürlichen Nachkommen herrschender Häuser. (!)
- Auch die Heirat mit einer Ehefrau aus dem uradeligen Geschlecht
der v. MERODE/deRODE, - diese Heirat müßte
wohl deutlich in die Zeit vor dem Ritterschlag fallen,
da Werner als ältester Sohn wohl, da er um 1316 n.Chr.
heiratete, vor 1295 n.Chr. geboren sein dürfte und sein BruderCarsilius
etwa 1300/05 n.Chr. - , ist in diesen Konstellationen viel
mehr als bloß ein sicherer Beweis seiner adeligen Herkunft,
die zu "verleugnen"[33]
es keinerlei Gründe gab, es sei denn, es habe andere Zusammenhänge
zwischen den Familien gegeben, die zwar bewußt waren, aber
unter Beibehaltung unterschiedlicher Geschlechtsnamen, wie
im Fall der BREITENBENDT/PALANDT nicht für überaus
wichtig gehalten worden zu sein scheinen, z.B. eine/-n Vorfahre/-in
nicht völlig gleichen Geburtsstandes. Bei dem ersten Wappen
des Arnold ist der damals neben anderen Bezeichen verwendete
sogenannte "Bastardstern"[34]vorhanden,
der sich später bei den PALANDT oft findet. Die Zugehörigkeit
zu einem adeligen Geschlecht mußaus dieser Schlußfolgerung
daher auf jeden Fall vorliegen. Dem Wappen entsprechend kommen
hierfür zunächst nur die beiden Geschlechter BREITENBENDT
und PALANDT in Frage. - Im Ggs. Zu anderer Darstellung[35]
ergab eine genau Erkundung der Gegend um LINNICH mehrere Hügel,
die der Landschaft dort entsprechend "Berge"
genannt werden. Auf mindestens zweien dieser in einiger Nähe
zu LINNICH und BREITENBENDT gelegenen Hügel sind Reste von
wehrhaften Häusern aufzufinden. - Arnold dürfte in
den Besitz der Burg BREITENBENDT etwa als zweiter Sohn
(gar nichtaber als Bastard, da
er ohne jede Bemerkung neben seinem ebenso zweifelsfrei
adeligen BruderJohannes 1309 n.Chr. gennannt
wird[36])
dieser Familie[37],
jedenfalls aber spätetstens als der einzige Erbe seines BrudersWilhelm
v.BREITENBENDT¤Rikarda v.BUSCHFELD, auf dem Wege
der Erbschaft gekommen sein, nachdem sein NeffeAdolf
verstorben war. Das Todesdatum dieses Neffen, der nach den
verfügbaren Unterlagen ohne Ehe und ohne Kinder blieb, ist
nicht genau zu datieren, dürfte aber bald nach der Erneuerung
des Lehens durch seine Mutter (im Jahr 1315 n.Chr., s.u.)
erfolgt sein. Nach dem Tod seines BrudersWilhelm
v.BREITENBENDT nach dem 26.6.1315 n.Chr. und vor dem 22.2.1316
n.Chr. wird Arnold noch Zeit gebraucht haben, bis er
seine Teilansprüche auf BREIDENBENDT durchsetzen konnte, so
daß er sich erst ein paar Jahre später auch in Urkunden nachweisbar
nach dem Sitz seiner Familie nennt. Der Tatsache, daß Ameliusv.BREITENBENDT
(Knappe, Verwandter des Winrichv.KINZWEILER
erw. 12.11.1333 n.Chr., weitere Nennnungen 1341/1350/1359/1379
n.Chr.) noch mit dem aufgerichteten Löwen siegelt
und daß seine Söhne (so ergeht aus den bisherigen
Ergebnisssen) die VornamenWilhelm undArnold
tragen, wobei dann Arnoldv.BREITENBENDT 1373 n.Chr.
in den Manndienst der Stadt KÖLN tritt und auch er wiederum
mit dem Löwen siegelt![38],
darf tiefsteBedeutung für die Stammesverwandtschaft
der Familie zugemessen werden. Es ist von dieser Tatsache
her sehr sicher und muß für die Erforschung der Familie vorausgesetzt
werden, daß es sich bei dem (HEINSBERG/JÜLICH) Löwenum
das eigentliche Wappentier der Familie BREITENBENDT,
bei dem PALANDT-Wappen aber um ein zur Unterscheidung
der Familienzweige wohl nach weiterem Besitz neu angenommenes
Wappen handelt, das deshalb bei der Familie bleibt, weil
Arnold v.BREITENBENDT seinen Namen zu Lebzeiten seines
Bruders und seines Neffen (die
auf BREITENBENDT saßen) nach Burg und Haus PALANDT
annimmt, genau so, wie sein Sohn sich später
v.TRIPS nennt. - Er behält diesen Namen dann auch bei
nach dem Anerben des väterlich-breitenbendtschen Besitzes.
Interessant ist hieran, daß der breitenbendtsche Wappenschild
identisch ist mit der Abbildung der oberen Hälfte
desLINNICHer Schöffensiegels von 1417 n.Chr.; dieses Familienwappen
zeigt den aufgerichteten Löwen mit dem oval gekreuzten Doppelschweif
und auf dem Helm einen bärtigen Mannesrumpf mit hohem Hut
(abgerundet), der oben in einem Knopf endet (1359 n.Chr.).
Vielleicht hat Arnold den Rest von BREITENBENDT auch
noch von seiner Schwägerin erworben[39].
Aus der Bezeichnung Cleynarnout, Cleinarnolt,
Clein Arnout, Arnoude den Cleyne,
ArntdieCleyne bzw. Arnoldus dictus
Cleynarnout oder Arnoldus dictusParvusdeBREYDENBENDELT
(und vielen niederländischen Urkunden, die eindeutig bezeugen,
daß er nur "klein" genannt wurde, daß er
aber tatsächlich derArnoldv.BREITENBEND
mit genau diesem zutreffenden Herkunfts- und Familiennamen
war[40]),
kann nichts anderes herausgelesen werden, als daß er Arnoldv.BREITENBENDT
hieß und daß er nur mit Beinamen „PARVUS“ genannt
wurde, sowie daß er sich selbst mit dem vielleicht in der
Familie zuerworbenem Namen des Hauses PALANDT benannte,
sowie zum anderen, daß aus dem äußeren Merkmal der Kleinwüchsigkeit,
welches für manchen "großen" Mann die Veranlassung
zu größter Leistung war, eine zufällig mit anderen ähnlichen
Familien- oder Herkunftsnamen durchgängig übereinstimmende
Kennzeichnung, weitgehend zur Kenntlichmachung seiner Person
ausreichende Bezeichnung wurde, vielleicht, um ohne lange
Nennung von Titulaturen und vollständigen Namen ihn von einem
anderen Arnold, z.B. von dem AACHENer Bürger
und RichterArnoldv.RODENBURGH, der mit ihm zusammen
am 18.3.1314 n.Chr. erwähnt wird[41],
zu unterscheiden. Die v.BREITENBEND sind offensichtlich
einer sehr alten und besitzreichen (fränkischen ?) Familie
zuzuordnen. U.a. wird er zu AACHEN am 9.1.1312 n.Chr. als
Schöffe erw. und dabei als "HERRArnold
, Ritter, der genannt wirdCleijnarmunt,villicuszuAACHEN",
bezeichnet[42].
Genau wie sein Bruder Wilhelmv.BREITENBENDT ist er
Ritter und zugleich Meier (Wilhelm
istMeier für den den Hof der Abtei PRÜM zu LINNICH[43]).
Diese Tatsache spricht nun aber eindeutig gegen ein Emporkommen
aus niederen Schichten. Einem der Brüder wäre dies unter äußerst
glücklichen Umständen vielleicht, aber zu dieser Zeit eher
nicht, möglich gewesen, für beide kommt das Meieramt besonders
unter der Voraussetzung in Frage, wenn sie königlichen Blutes
sind. Darauf aber könnte das damals geführte Löwenwappen hindeuten.
- Am 29.4.1313 n.Chr. siegelt er mit genau demjenigen Wappen,
das dann in späterer Zeit als Wappen einer angeblichen Bastard-Linie
der PALANDT angesehen wurde und das sich auch in dieser Form
im Deckengewölbe des rechten Seitenschiffs der Kirche zu LINNICH
befindet, nämlich mit dem BREITENBENDT-PALANDT-Wappen mit
dem sechszackigen Stern in der (heraldisch) rechten Ecke der
obersten Teilung[44].
Und es gibt schlechterdings für den ungeheuren Reichtum des
Arnold keinerlei Erklärung, sofern er nur für einen einfachen
Bürger gehalten wird und selbst das vielleicht
(was wegen des von beiden Brüdern innegehabten Amtes aber
im allerhöchsten Maße unwahrscheinlich ist) erworbene Meieramt
kann für die bekannten Summen keine allein hinreichende
Erklärung bieten. Immerhin besagt die Urkunde vom 23.11.1314
n.Chr., daß der Graf v.LOOS dem Ritter
Arnold 1500 schwere Tournosen (u.U. diejenigen, die
der Großvater seiner Frau ursprünglich für das Amt angelegt
hatte) zurückerstatten solle[45],
andererseits ist die Erklärung, daß es sich bei ihm ja um
einen Sohn des Amelius v.BREITENBDENDT handelt, eine
seine adelige Herkunft nur noch unterstreichende Lesart (wenngleich
manchem Bearbeiter unklar bleibt, ob er nun legitim oder [besagtes
als zweideutig ausgelegtes Wappen!] bastardisiert ist). Die
Anmerkung[46],"man
habe ihn in den apokryphen Genealogien ganz todtgeschwiegen",
entspricht jedenfalls in der Begründung nicht der Realität
einer nichtehelichen Geburt. Wie man auf die völlig unbewiesene,
ja gegenteilig nachweisbare Behauptung verfallen kann, daß
Arnoldus Parvus die Besitzung BREITENBENDT
erworben (im Sinne von: aus fremder Hand gekauft[47],
wie sich aus den dortigen Interpretationen erlesen läßt) habe,
bleibt schleierhaft. Von einer Erwerbung im Sinne der innerhalb
der Familien üblichen Übernahme unter bestimmten Ausgleichszahlungen
wäre eher zu reden. - Er "ist bereits 1311 urkundlich
als VILLICUS und SCABINUS der Stadt AACHEN bekannt; 1327
urkundet er mit dem Beinamen „von BREITENBEND“
- Um diese Zeit gab es also zwei Lehensnehmer auf BREITENBEND:
zum einen den Amilius v.BREITENBEND, der vom BRABANTer Herzog
mit der Hauptburg belehnt war, und zum anderen den Arnoldus
Parvus, der von den Herren von RANDERATH die beiden Vorburgen
zu Lehen hatte. - Nach Arnoldus Tod im Jahre 1343 erhielt
sein ältester Sohn Werner I. von BREITENBEND die beiden
Vorburgen als ewiges Erb- und Mannlehen. - Werners Bruder
Johann erwarb Haus TRIPS bei GEILENKIRCHEN und nannte sich
dementsprechend „von TRIPS“; Werners zweiter Bruder, Carsilius,
kaufte [48]Haus
PALANT in WEISWEILER und nannte sich von da an[49]
„Carsilius von PALANT“.“[50].
Die Annahme, daß Arnold von BREITENBENDT (parvus)
wirklich erst so spät geheiratet haben, daß er zur Zeit der
Eheschließung schon etwa fünfzig Jahre alt gewesen sein könnte
ist falsch. Er ¤ um 1291 n.Chr.! - Außerdem
ist zu berücksichtigen, daß er bereits vor den Nässe- und
Hungerkatastrophen der Jahre 1315 und 1316 n.Chr. Meier
(damals ein [s.o.] hohes staatstragendes gewissermaßen
ministeriales Amt, das zu jener Zeit in der Regel nur Adeligen
zukam und das auch sein BruderWilhelmv.BREITENBENDT
in LINNICH (!, s.o.) innehatte, womit die familiäre Adelszugehörigkeit
hinreichend dargelegt ist; -s.o.-) war und daß er nicht erst
reich wurde durch damit in Zusammenhang zu vermutende Ausbeutungsmöglichkeiten.
Genau diese Katastrophenjahre aber sind zugleich der Zeitpunkt,
von dem an erst folgend deutlich auch mehr nichtadelige
Männer das Meieramt übernehmen konnten
als zuvor[51].
Nach den bisherigen Erkundigungen ist am
ehesten zu schließen, daß Arnolds Familie aus dem Bereich
der Familien BRABANT, LIMBURG, HEINSBERG, CLEVE, JÜLICH, PERWEY
(PARWES), HORN, CUYK stammt, wobei der Name von Wilhelms Tochter
Richardis sowohl auf Ricalda v.BUSCHFELD (ihre Mutter, was
aber sehr unüblich gewesen wäre) wie auf Richardis Gräfin
v.LIMBURG ¤ Wilhelm v.JÜLICH hinweisen könnte, aber dabei
auch möglich wären: Richardis v.JÜLICH ¤ 1265 n.Chr. Wilhelm
v.SALM (LÜTZELBURG; hier auch: Werner) oder
Richarda v.GELDERN ¤ nach 1237 n.Chr. Wilhelm IV. Graf v.JÜLICH.
Ebenso sind als Voreltern möglich Margaretha v.CLEVE (MÜMPELGARD
etc., was in die Linien MECHELN/HORN/ BRABANT usw. hineingeht).
Diese letzteren kommen wie JÜLICH und HEINSBERG neben CLEVE/GELDERN
durchaus als Linienführung sehr in Betracht.
Interessanterweise geht OIDTMAN[52]
sehr ausgiebig auf den Hof von PALLANDT ein, der 1324
n.Chr. mit der Erwähnung des Reinartv.PALLANDT und
1342 noch einmal in der Aufzählung der Anerben des Wehrmeistereiwaldes
angeführt wird, dabei einige, die durch Heirat mit den PALLANDT
verbunden sind. PYRNE und MERKEN werden ebenfalls
genannt. Diese beiden Höfe tauchen dann auch in der Erbteilung
der BrüderPALLANDT von 1456 n.Chr. wieder auf,
wobei gesagt wird, daß diese Besitzung dem Vater
der Brüder für 2000 Gulden vom Herzog v.JÜLICH verpfändet
worden seien. Einen großen Teil des Wehrmeistereiwaldes erbte
1131 n.Chr. AlveradisWwe. des Heinrich v.CUYCK
(† vor 1108 n.Chr.). Da der 1323/1324 n.Chr. erwähnte Reinart
( Reinould) v.PALLANDT als freier Mann
und Edelherr zugleich als Lehnsnehmer
der HERREN v.CUYCK auftritt, ist mit OIDTMAN
daraus zu schließen, daß er den Hof PALLANDT im Wehrmeistereiwald
besessen hat. Zu diesem Hof gehörte ein Zwölftel des Wehrmeistereiwaldes.
PYRNE und Merken sind außer diesem Besitztum
aber damit eng zusammenhängend und gehören den PALLANDT
jedenfalls wenig später. Der Wald war den Pfalzgrafen
von AACHEN anvertraut, welche ihre Rechte weiter zu Lehen
gegeben haben[53].
Dem Namen nach bedeutet PALLANDTPfalz. Durchaus
ist diesem Gedankengang zu folgen, daß es sich zunächst um
eine kleine Königspfalz, dann einen Königshof und schließlich
um einen freien Besitz eines adeligen Geschlechts handelt
(durch Pfandschaft oder durch Kauf). - In der Familie v.CUYCK
wird übrigens bereits ein Reinart 1242 n.Chr. erwähnt
und bei den PALLANDT wird dieser Name durchaus ohne
zunächst anderen ersichtlichen Grund weiterverwendet. Beim
Vergleich der Wappen CUYCK und PALLANDT fällt
auf, daß mehrere PALLANDT-Wappen auch eine Krone tragen
wie das CUYCK-Wappen, daß die seltsame Form der „Adlerflügel“
älterer PALLANDT-Wappen eher in der Ausführung technisch
mißglückten Büffelhörnern (CUYCK) ähnelt als Adlerflügeln,
sowie, daß beide über die mehrfache Querteilung des Schildes
verfügen. Wenn nun das „Parvus“ nur auf einen Kleinwuchs des
Arnold hindeuten sollte, was aus den für den Beinamen
gewählten Übersetzungsversuchen aus der urkundlichen und späteren
Zeit öfters geschlossen wird, so wäre die latinisierte Form
des Beinamens zunächst durchaus ungewöhnlich und dauerhaft,
auch zu nahe am Namen selbst gewählt. Auch ist, wie anhand
der Skelettfunde in der Pfarrkirche von LINNICH belegt werden
kann, die Familie für damalige Verhältnisse durchaus eher
großwüchsig gewesen. „ Arnoldus von PALLANDT
zu BREITENBENDT aus den PARWES“ würde besagen,
daß er weder Erbe des einen noch des anderen Besitzes, aber
zugehörig ist. Dann hätte die handschriftliche Bemerkung OIDTMANs[54],
daß „Wilhelm IV. Graf v.GÜLICH † in AACHEN den Frohnhof
STEINHAUS bei BARDENBERG dem >Werner
von PALANT zu BREIDENBEND gent. PARVUS< verkauft“ haben
solle und, so die Anmerkung, daß dies „Unmöglich richtig!“
sein könne, doch seinen Wahrheitsgehalt, weil die Verballhornung
von PERWEYS zu PARWES und parvus den
idiomatischen Gepflogenheiten durchaus entspricht.
Kinder:
|- 1. WernerI. v.BREITENBENDT,Ritter,
1334 n.Chr., test. 1376, 1379 n.Chr. als † erw.[55].
- 1343 n.Chr.[56]:
„Werner HERRvon
| BREITENBENDEN (BREIDENBENDT) hat zu BREITENBENDEN
die beiden Vorburgen mit Ausnahme der dortigen Burg vom
| HERRN von RANDERATH erblich als Mannlehen
erhalten“[57].
- 1354 n.Chr.[58]:
„ Werner von BREITENBENDEN (BREIDENBENDT) | hat von
Markgraf Wilhelm das Hoch- und Niedergericht
zu BREITENBENDEN (BREIDENBEND) innerhalb der Gräben und
| Mauern zu erblichem Mannlehen empfangen“[59].
- 1364 n.Chr. ist entsprechend, jedoch 1402 n.Chr.[60]:
Werner
| vonPALANDTHERR zu BREITENBENDEN (BREIDENBENDT),
hat die Herrlichkeit FRECHEN (VRECHEN), die Hochgerichts-
| barkeit zu BREITENBENDEN sowie Burg NOTHBERG (NOITBERG)
als jülichisches Lehen empfangen“[61].
Wahrscheinlich
| ¤ er um 1316 n.Chr. eine Elisabeth v.MERODE[62],er
gehört mit Sicherheit hierhin,denn Rikald v.MERODE
nennt ihn 1356
| n.Chr. seinen Oheim[63].
d.h. sein Vater¤ wohl um 1291 n.Chr. Korrekt
sind in der in toto angezeweifelten Stammtafel[64]
| aber diese Eheleute wiedergegeben, dabei trifft
auch die Nennung einer TochterJohanna¤Ludwig
v.REIFFERSCHEIDT
| auf die Daten in dieser Tafel zu. Da aber der in der
Tafel als Sohn dieses Werner genannte
Carsilius¤Agnes v.BACHEM
| tatsächlich nicht Sohn, sondern Bruder
des Werner ist, handelt es sich sicher an dieser Stelle
nicht um eine bewußte
| Fälschung sondern um eine Verwechslung (ggf. aus Mangel
an genaueren Daten). Ebenso ist der mit Datum von
| 1311 n.Chr. als Sohn genannte Wilhelm
nicht Sohn, sondern tatsächlich Onkel
des Probanden! Die Daten scheinen
| demnach nicht vollständig erfunden, sondern z.T. falsch
zugeordnet zu sein[65].
Ferner scheint es Verwechslungen der
| MERODE und der PALANDT zu geben, weil mitunter
PALANDT auch ihrem mütterlichen Erbe entsprechend
wie durchaus
| üblich den Namen MERODE führten. Daher
rühren wahrscheinlich in der angefochtenen Tafel die Vornamen
Philipp und
| wenigstens partiell auch Wilhelm. Insbesondere sind
die in der Tafel angegebenen Eltern der Elisabeth
v.MERODE
| (SCHEIFFART/VLATTEN) als eher ernst zu
nehmende Querverweise zu betrachten.
| Kinder:
| |- 1.1. Johannav.PALANDT, † nach
1394 n.Chr.; ¤I.OYST III. v.BORN zu ELSLOO † 1372/1374
n.Chr.,¤ 1374 n.Chr. Ludwig
| | v.REIFFERSCHEIDTzu HACKENBROICH † 1402 n.Chr.,
der 1379 n.Chr.das Haus BREITENBENDT an den Onkel
seiner
| | Frau ,Carsilius v.PALANDT, verkauft
(Qu.: s.o.). Diese ist auch bei FAHNE, aber
als T.v.Werner v.PALANDT (der an
| | Stelle des Arnold steht) angegeben. Konsequent
ist sie dort falsch alsSchwester des
Carsil. v.PALANDT¤Agnes
| | v.BACHEM angegeben, der aber tatsächlich
ihr Onkel ist.
| |- 1.2. Ricarda v.BREITENBENDT,
Stiftsdame zu BEDBUR[66].
| |- 1.3. Mechthildis v.BREITENBENDT,
Stiftsdame zu BEDBUR[67].
| |- 1.4. Werner v.BREITENBENDT, natürlicher
Sohn[68].
|
|- 2. Carsilius I. v.PALANDT, Ritter,
* um 1310 n.Chr. (auch: Garselius v.PALANDT) s.da.
|- 3. Johannesv.TRIPS, Ritter,Herr
zu TRIPS 1312/1339 n.Chr. (1364 n.Chr. † ) ¤Agnes 1402/1403
n.Chr.; (Johannes de TRIPS
| miles, imp., Lehnsbuch BRABANT 1350 n.Chr.).
|- 4. Lutgard/Loretta v.PALANDT 1334/1403
n.Chr.; ¤Johann v.EUPEN, 1403 n.Chr. ist er als † erw.;
sie ist mit den Kindern
| unter den Erben der Johanna (v.BREITENBEND!),
FrauzuHACKENBROICH und KESSENICH im Jahr 1403
n.Chr.[69].
|- 5. Sophia v.PALANDT, † 7.8. ..;
1334 n.Chr. erw., geistl. in BURTSCHEID (Nonne).
|- 6. Lisa (Elisabeth) v.PALANDT
1334 n.Chr.als minderj. erw.
|- 7. Agnes v.PALANDT 1338/1399 n.Chr.;
¤I. vor 1338 n.Chr. Arnold III. v.FRANKENBERG,
S.v. Edmundv.FRANKENBERG, Ritter
[dictus ville de PORCHETO advocatus 1300 n.Chr.],
Enkel des Ritters Johannv.BURTSCHEID und einer
Kristcencia,
Urenkel des Arnold I.v.BURTSCHEID, Vogt,
und der Jutta T.v. Arnold v.GYMNICH; er ist
Vogt von BURTSCHEID. Dazu
heißt es[70]:
„...¤Agnesv.BREIDENBENT, Schwester des
Werner v.B. und Carsilius von PALANT, Tochter
des Arnoldus
Parvus v.BREIDENBEND" !; ¤II.
vor 1344 n.Chr. Gottfried v.HEYDEN zu HEIDEN. -
Der SohnArnold IV.v. FRANKENBERG
besiegelt 1334 n.Chr. als Ritter und advocatus
die Urkunde des Arnoldusdictus(!)ParvusDominus
de
BREIDENBEND, Ritter , als dieser der Abtei
BURTSCHEID eine Erbrente schenkte[71]
(sie heißt wohl Agnes nach ihrer
Großmutter.)
eng verwandt:
Reinart von PALLANDT urk. 1323/1324
n.Chr., Ritter, in einer Ländereien bei OBERMERZ
betreffenden Urkunde als
Lehnsmann des Edelherren v.KUYCK (CUYCK)[72],
er wird ein weiterer Bruder des Arnold
sein, denn sein Vorname
wird tradiert.
Abschrift aus OIDTMAN 11
: „Mappe 914
P A L A N T
Die Burg Palant lag bei Weisweiler a.Inde.
Es stehen nur noch die umfangreichen und massiv gebauten Ökonomiegebäude
und die Toreinfahrt. Das Schloß-gebäude von Flaris II. Gf.v.Cuylenburg
Anfang des 17.Jahrh. erbaut, -welches eines der schönsten
Häuser im Jülicher Land gewesen sein soll-, hatte durch das
große Erdbeben Ende 1755 und Anfang 1756 sehr gelitten und
wurde wegen Baufälligkeit Anfang des 19.Jahrh. abgerissen.
Abb.des Schlosses in ZAGV 51,(1930),S.321 -325: "Schloß
Palant im 18.Jahrhundert".
Vom Schloß Weisweiler, welches noch bedeutender
an Umfang wie Palant gewesen sein muß, und das wenige Minuten
von Palant entfernt liegt, stehen nur noch die Umfassungsmauern
des ganzen Bezirks.
Vom Schloß Breidenbend, dessen Abb. sich
in "Relatio" befindet (cfr. m. Juliacensia!), steht
nur noch ein alter Turm, über dessen Portal (Eingangstor zum
Hof des jetzigen Gutes), sich einige sehr verwitterte Wappenschildchen
befinden.
Standeserhebungen:
1. (o. Tag)Okt. 1520 d.d. Aachen von Kaiser
Karl V. für Gerhard v.Palant, Freiherrn-stand als Frhr. v.Palant
und von Withem, für sich und seine Nachkommen.
2. (Abgedruckt bei Mering, Ritterburgen ll,
S. 44-47)
3. für die Linie Cuylenborg, Grafenstand
von Kaiser Carl V. für Floris (S. d. obigen Gerhard), d.d.
21.10.1555.
4. Bestätigung des Reichsfreiherrentitels
für alle Herren v.Palant auf das Gesuch des Johann Jakob v.Palant,
Maltheser-Orden-Komtur zu Lage am 12.7.1675 durch Kaiser Leopold
I.
Wappen (Stammwappen):
Fünfmal schwarz-golden geteilt. Auf dem Helm
mit schwarz-gold. Decken ist der Schild zw. einem schwarzen
Flug wiederholt.
<
- -- Wappenzeichnung: Ulf-Dietrich Korn in: Karl Göbels, Wappen
von Frechen. Ein Beitrag zur Rhein. Heraldik und Genealogie,
Frechen 1966. (642 )-
Literatur zur Familie von Palant:
/Heinr.Oidtmann, Eine in der Pfarrkirche
zu Linnich aufgedeckte Familiengruft <von Palant>, in:
Mitt.d.WGfF Band II (1920) Nr.8, S.241-243 mit 1 Abb./
/A.Blömer, Die Bastardlinie Palandt in Linnich,
in: Mitt.d.WGfF, Band 26(1974) S. 201-206/.
/ders. Die Familie Paland aus Güsten,
in: Mitt.d.WGfF, Band 27 (1976),S.155-56/
/NN.:
Grabmal des Ritters Friedrich v.Pallant, Herr zu Vorst, Kappel,
Ham u.Eyll,
in: Mitt.d.WGfF, Band 28 (1978) S.207 mit
Abb.des Grabmals/
/A.Blömer, Bemerkungen zu dem Beitrag von
Eberhard Quadflieg: "Die Bastarde der von Palant",
in: Mitt.d.WGfF, Band 29 (1980) Seite 186-188/
/A.Fahne,-Köln.Geschl. I, Seite 326/
/Lothar Müller-Westphal, Wappen und Genealogien
Dürener Familien, Düren 1989,S. 661-664/
/Ev0, Arnoldus Parvus, der Stammvater des
Geschlechts v.Palant, in: ZAGV XVI (1894) S.38 ff/ Sonderdruck
in Mappe 914 vorhanden.
/E.Frhr.v.d.Vorst-Lombeck und Gudenau(Gf.Mirbach-Harff):
Geschichte der Herren, Freiherren und Grafen von Pallant,
Berlin 1873, in: Vierteljahresschrift für Heraldik, Sphragistik
und Genealogie, 1872./ Sonderdruck in Mappe 914 vorhanden.
/Louise Freiin von Coels von der Brügghen:
Die Schöffen des Kgl.Stuhls von Aachen von der frühesten Zeit
bis zur endgültigen Aufhebung der reichsstädtischen Verfassung
1798, in: ZAGV 50/. Sonderdruck in Mappe 914 vorhanden.
/Gisela Meyer, Die Familie von Palant im
Mittelalter, in: Beiträge zur Jülichschen Geschichte 55,
1987/: Sonderdruck in Mappe 914 vorhanden.
/Jhr.Mr.W.A. Beelaerts van Blokland, De eerste
vier generatign van hat geslacht van Pallandt, in: Maandblad
van het Genealogisch-Heraldisch Genootschap "de Nederlandsche
Leeuw, 1915/. Sonderdruck in Mappe 914 vorhanden.
/Ev0:
Schloß Palant bei Weisweiler im 18.Jahrhundert, in: ZAGV ?./In
Mappe 914 ist die Korrekturfahne zu diesem Artikel vorhanden.
/Ev0:
Das Geschlecht Palandt, in: Zur Geschichte der Erkelenzer
Schöffenfamilien
in: Erkelenzer Geschichts-
& Altertumsverein, Heft 6, S.25-3l/. Sonderdruck in Mappe
689 (Inden) vorhanden.
/Aufschwörung des Ferd.v.Pallandt zu Borßemich
am 28.2.1651, in: Schleicher, Samml.v.d.Ketten I, S.111/
In Mappe 914 noch:
/Zeitschrift für christliche Kunst VI. Jahrg.
, Sp. 33 ff. (ohne Verfasser)
/Ev0: Die Burg Frankenberg und ihre Besitzer,
in: ZAGV XLV, S.199-212/. Abdruck dieses Artikels in Band
10 dieser Bearbeitung (Mappe 910) v.Merode Frankenberg, S.551-564.
-(643) -
/Lothar Müller-Westphal, Wappen und Genealogien
Dürener Familien, Düren 1989,
Seite 661-664 mit einigen Literaturangaben/
Abdruck mit freundlicher Genehmigung desAutors.
Stammwappen: --->
Wappen 2:
Geviert mit Mittelschild, darin unter gold.
Schildhaupt in Rot drei(2,1) silb.Seeblätter (Wachendorf);
1 u.4: Stammwappen Palant; 2 u.3 in silb. Hermelinbestreutem
Feld ein rotes Schildchen(Wildenburg/Eifel).
Wappen
3: Geviert; 1 u. 4: Stammwappen; 2 u.3:
Wachendorf
(wie oben beschrieben).
Ev0: Das Wappen der Palant hat große Ähnlichkeit
mit d ein Wappen der Grafen von Loos-(Vorfahren der Heinsberg)
Chiny, die nur Rot und Gold führten. Helmzier: auch Flug und
der Flug auch quergeteilt. Die Edelherren führten ja auf Reitersiegeln
auch die Balken auf den Pferdedecken. (Die Siegel Werners
v.Breidenbent zeigen auf den Helmdecken die Querstreifen!)
- Bei den Loos-Chiny kommt der Vornamen Arnold vor. Arnold
Gf.v.Loos und Chiny ¤ 1280 Margaretha von Vianden, T.d. Gf.Philipp
u.d.Maria v.Parwes(!). Die Schwester Maria ¤ Egidius Berthout,
Herrn zu Mecheln (!)
Schloß Palant und Frenzerburg a.Inde gehörten
Ende des 19.Jahrh. einem Herrn Cockerill, dessen Erben verkauften
1916 beide Güter dem Lederfabrikanten G. Kreuder in Langerwehe
für mehr als 1 Million Mark. Letzterer soll 700.000
Mark bar bezahlt haben. Der Mann stand vor dem Kriege
dem Bankrott nahe und bereicherte sich durch Kriegsgewinn
in kürzester Zeit. <Ev0>“.
Wilhelm v.PERWEYS, * um 1180 n.Chr.,
Herr von PERWEYS, † nach 1.8.1224 n.Chr.[73],
¤ um 1210 Marie, (T.v. Engelram Herr v.ORBAIS
[74],
einemUrenkel Balduins II. Graf v.HENNEGAU
und der Ida v.BRABANT) † nach August 1224 n.Chr.
Wilhelm v.PERWEYS ist S.v. Gottfried III.v.BRABANT[75]
und dessen II. Frau, Imagina v.LOOS[76]
(LOOZ), einer Tochter des GrafenLudwig
I. v.LOOS[77]
(dessen Bruder ist Johann Herr v.GHOER[78])
und der Agnes. Vater des Ludwig I.
v.LOOS ist Arnulf (=Arnold! [79])I.
Graf v.LOOS[80],
Groß-vater Ludwigs ist Emmo II. Graf
v.LOOS[81].
Eine nähertretende Wahrscheinlichkeit läßt Ameliusv.BREITENBEND
als einen Sohn oder EnkelWilhelms
v.PERWEYS und/oder der Mariev.ORBAIS ins Licht
treten. Bedeutung bekommt in dieser Betrachtung die dop-pelte
Wappenführung: sowohl der brabantische Löwe
wie die PERWEYS/LOOS-Quer-teilung
werden von den BREITEN-BEND-PALANDT geführt. Der
Vermutung OIDTMANs ist mit dieser Erhärtung
Gewicht zuzu-messen. Wahrscheinlich ist die Namensveränderung
auf den Verkauf von PERWEYS 1284 n.Chr. an LÜTTICH zurückzuführen.
Die Nachkommen haben offenbar wie allgemein üblich den Namen
des jeweiligen neuen Sitzes angenommen. Desgleichen wird die
farbliche Abweichung des Wappens (rot-weiß bei PERWEYS,
schwarz-gold bei PALANDT) darauf zurückzuführen sein,
daß VIANDEN 1288 n.Chr. das PERWEYSsche Wappen
übernimmt[82].
Wird die Namensfiliation zusätzlich bemüht, so haben die langen
Arnold-Ketten bei den LOOS stigmatisierende
Bedeutung. Gerhardv.HORN erhält vom Bischof
v.LÜTTICH PERWEYS, das Wappen der HORN ist zu beachten
(Werner v.PALANDTs Grabplatte). Bei den HORN:
Wilhelm-Ketten bei den Vornamen. - Irmgard v. CLEVE,
T.v. Dirk VII. Graf v.CLEVE ist Erbin
von PERWEYS und hei-ratetGerhard v.HORN in dessen II.
Ehe. Ein Wappen gemäß dem der v.HORN oder der v.GOOR/
v.GOER, nicht das der BONGARD!, ist auf
Werner v.PALANDTs Grabplatte in LINNICH!
Arnoldi
Wappen (gem.OIDTMAN a.a.O)
(Anm.d.Bearbeiters:)
S.ARNOLDI DNI PARVI ...
Siegel des Dominus Arnoldus
des Kleinen -die letzten 7 Buchstaben
sind in der vorliegenden Kopie nicht
entzifferbar, vielleicht: HIC..IS
W.: Carselius v.PALLANDT 1364 n.Chr.[83] W.:
Werner v.BREITENBENDT 1334 n.Chr.[84]
Arnolds Frau war Sophia
v.MERODE, † 29.9.1335 n.Chr. (sehr kurz vorher oder an
diesem Tag? Es scheint, daß die Quellen diese Sophia[85]
deutlicher belegen als eine von OIDTMAN auch
vermutete Elisabeth v.RODE[86].
Jedenfalls ist sie eine geborene RODE/MERODE[87].Anhang
v.MERODE |
| III. |
Carsilius I.v.PALANDT, * um 1310
n.Chr., † 1.5.1382 n.Chr., Ritter, am 20.3.1331
n.Chr. erstmals genannt, verzichtet auf ein Kanonikat, um
rittermäßig zu leben (recipere cingulum militare)[88],
am 1.2.1341 n.Chr. "miles", er erwarb
am 11.5.1356 n.Chr. einen Hof zu FRECHEN u. Renten zu KÖLN[89]
und erhält das Bürgerrecht in KÖLN[90].
In dem betreffenden Jahr 1356 n.Chr. kauft er jedoch nicht
einen Hof, sondern einen Rittersitz in FRECHEN,
das spätere Haus PALANDT zu FRECHEN (als zweiter
Ehemann der Agnes v.BACHEM aus deren erheiratetem Besitz
und zusammen mit Arnold v.BACHEM besaß er am 8.5.1364
n.Chr. alle Güter von St.OMER in FRECHEN und BENZELRATH, dazu
für zehn Jahre das Patronatsrecht über die FRECHENer Kirche.
Er ¤ vor 6.1.1344 n.Chr.[91]
und zwar 1328 n.Chr.[92]
wodurch er in den Besitz von Burg BACHEM (bei KÖLN) gelangt.
(Bei FAHNE als Carsilius VI.)[93].
Der angeheiratete Schwager war Wilhelm v.HOCHSTEDEN,
Ehemann der Schwester von Agnesv.BACHEM,
Barbara v.BACHEM. Anhang v.BACHEM.
Kinder:
|- 1. Arnoldv.PALANDT¤Margaretha
(Greta).
|- 2. Daniel v.TRIPS¤ Pentecote
de la SAULE (er erbt TRIPS, da sein Onkel kinderlos ist)[94].
| Kinder:
| |- 2.1. Agnes v.TRIPS¤Adam v.BERGHE
siehe Grafen BERGHE v.TRIPS).
| |- 2.2. Margarethav.TRIPS.
| |- 2.b. (aus 1.Ehe der Frau): Elisabeth
de la SAULE[95].
|
|- 3. Carsilius v.PALANDT¤Margarethe
v.BERGERHAUSEN.
|- 4. Agnesv.PALANDT¤Engelbert
v.SCHÖNFORST.
|- 5. Lutgardis v.PALANDT, Wwe.
1403, ¤Johann v.EUPEN, Ermarschall von
LIMBURG 1391 n.Chr., † vor 1403 n.Chr.[96].
| Kind:
| |- 5.1. Carsilius v.EUPEN,¤ vor
1399 n.Chr.Johanna SCHMEICH v.BIRGELL.
| Er ist erw. als Erbmarschall
von LIMBURG 1403 n.Chr.; urk. 1426,14321441,1446,1450 n.Chr.[97].
|
|- 6. Werner v.PALANDT, 1365 n.Chr.
Armiger (Ritter), 1366 n.Chr.
mit den Eltern erw., 1380 n.Chr. als † bez.[98]
Als seine
| möglicheEhefrau wird Elisabeth v.MERODE
genannt[99].
| Kind:
| |- Johanna v.BREITENBENDT¤ 1374
n.Chr. Ludwig HERR v.REIFFENBERG und HACKENBROICH.
|
¦
¦ Der hier unten angegebene Hermann v.SCHÖNFORST
ist bedenklich unsicher !
-?- [ |- 7. Adelheid v.PALANDT¤Hermann
v.SCHÖNFORST[100].
Wappen Carselii I. d.1364 n.Chr.[101]
Siegel des Werner v.PALANDT, 1456 n.Chr.[102]
Seine Frau war Agnes v.BACHEM,
† nach 1384 n.Chr., sie verkaufte am 2.6.1365 n.Chr. mit ihrem
Mann den halben Anteil an der Vogtei zu BRAUWEILER, Erbgut
von Daniel v.IPPELENDORF, an die Abtei BRAUWEILER[103].
In I. Ehe ¤Arnold v.ROST[104]
Durch die erste Ehe gehen die Rechtsansprüche an Haus
FRECHEN nach dem Tod von Arnold ROST auf dessen Witwe
über und durch deren zweite Ehe auf die PALANDT , nach
denen Haus FRECHEN in der Folge seinen Namen trägt. Sie siegelt
1382 n.Chr.[105]
mit dem Wappenschild der BACHEM (FRECHEN) eine Quittung
über eine Rente[106].
Ihre Schwester Barbara v.BACHEM (= v.FRECHEN)
¤Wilhelm v.HOCHSTEDEN zu NOITHAUSEN[107];
* um 1310 n.Chr.[108]. |
| IV. |
Carsilius (II.) v.PALANDT,
* um 1340 n.Chr., † bald nach 1397 n.Chr., vielleicht auch
nach 9.6.1399 n.Chr., HERR zu BREITENBEND[109],
er siegelt erstmals am 9.10.1366 n.Chr., Amtmann
von WILHELMSTEIN am 2.10.1375 n.Chr., urkundlich von 1379
bis 1397 n.Chr., er kaufte am 16.7.1376 n.Chr. den halben
Forst zu GRESSENICH, seine SchwesterAgnes¤ 1381
n.Chr. Engelbrecht v.SCHOENVORST zu HARTELSTEIN[110].
Er heiratet vor 26.1.1358 n.Chr.[111].
Carsilius v.PALANDT und seine Frau werden
1356 n.Chr. als Rechtsnachfolger des RittersGerhard
ROST S.v. † Ritter Wilhelm ROST erw. und
haben mit dem Besitz von dessen Haus zu FRECHEN erbliches
Bürgerrecht in KÖLN[112].
Kinder:
|- 1. Carselis (III.) vonPALANDT,
¤ 9.5.1391 n.Chr.[113]
Katharinav.SCHÖNAU-SCHÖNFORSTT.v. Konrad
zu ELSLOO .
|- 2. Werner von PALANDT¤Alveradis
v.ENGELSDORF.
Carsilius (II.) v.PALANDT
war verheiratet mit Margarethe v.BERGERHAUSEN, * um
1340/45 n.Chr., die 1372 n.Chr. als die Ehefrau
des Carsilius v.PALANDT genannt wird.[114]
Anhang v.BERGERHAUSEN |
| V. |
Werner v.PALANDT[115]
(Werner II.), * um 1365 n.Chr., † 22.4.1456 n.Chr.[116].
- Er erbte den gesamten Besitz zu PALANDT und BREITENBEND.
1424 (1426) n.Chr.Amtmann zu RANDERATH, Herr
zu BREITENBEND, PALANDT und WILDENBURG, FRECHEN, BACHEM und
WEISWEILER; Eheabredung am 25.6.1393 n.Chr.. Erbteilung
durch die Söhne am 24.6.1456 n.Chr. Sein Siegel
aus dem Jahr 1456 n.Chr. ist erhalten. Es stimmt
in höchst erstaunlicher Weise dem Siegel desWerner
v.BREITENBENDaus dem Jahr 1335 n.Chr. überein[117].
Neben der eigentlichen Darstellung des gleichen Wappens ist
die seltsam geweihartige Struktur der späteren "Flügel"
bei beiden Siegeln sehr ausgeprägt. Bei dem großen zeitlichen
Abstand zwischen diesen beiden ist es eher unwahrscheinlich,
daß es sich bei beiden nur um die Ungenauigkeit
oder Unbeholfenheit des jeweiligen Siegelstechers handelt,
eher hat sich der spätere Siegelstecher nicht ohne Grund und
Auftrag des älteren Vorbildes bedient[118].
Bei beiden ist das eigentliche Wappen zwischen dieser Helmfigur
noch einmal wiedergegeben. - Er ¤ am 17.7.1393 n.Chr.. Über
den siebten Sohn heißt es[119]
"Dirk van PALLANDT was gesproten uit een rijk geslacht,
dat uitgestrekte goederen bezat in het Nederrijnse en dat
een vorname plaats innam onder de edelen dezer streek."
D.i.: Dietrich v.PALANDT entsproß einem reichen Geschlecht,
das ausgedehnte Güter im Niederrheinischen besaß und das eine
vornehme (vorrangige) Stellung unter den Adeligen dieses Bereichs
einnahm. - Dies sagt genügend über Herkunft und Bedeutung:
es handelt sich nicht um Emporkömmlinge! Er war u.a.
Vogt der halben Abtei BRAUWEILER (Der Vogt besaß
damals eine nahezu fürstengleich zu nennende Stellung).
Kinder:
|- 1. Daem (=Adam) I. v.PALANDT¤Maria
v.BOURSCHEID, T.v.Ritter Bernart,HERR
zu BURSCHEID. Er erhält von
| seinem Vater am 6.5.1414 n.Chr.[120]
Schloß RULANDT, jedoch wohl wegen seiner Jugend, noch unter
| Beratungsvorbehalt. Da er dabei Frambachv.BIRGELL
seinen Neffen nennt, wird deutlich: Es kann
sich nur um
| Winemar Frambach NYT v.BIRGELL handeln, den
Enkelsohn des WymarFrambachv.BIRGELL
¤Alveradisv.RODE,
| T.v.Balduinv.RODE zu RODE bei MECHERNICH[121].
Die Verwandtschaft dürfte bei den Großeltern dieser Alveradis
| in Richtung auf die RODE/MERODE/MERÖTGEN-Vorfahren
der PALANDT zu suchen sein.
| Kinder:
| |- 1.1. Bernart v.PALANDT,
Herr zu PALANDT (Töchter:Eva
und Gertrud).
| |- 1.2. Daem v.PALANDTlebte
mit Johanna GRYN, derer beiderTochter CatharinaVON
(!)PALANDT (sic !) ¤Daem
| |
v.HARFF zu LINTZENICH (GotschalcksSohn),
dem sie dadurch das Haus WEISWEILER einbrachte.
| |- 1.3. Carselis v.PALANDT.
| |- 1.4. Margarethav.PALANDT¤HeinrichHOENv.d.PESCH
b.IMMERATH, Ritter.
| |- 1.5. Cuyne (Kunigunde)
v.PALANDT¤Hanzv.GUTTENKOYVEN (GUYKOVEN).
| |- 1.6. Maria v.PALANDT, Nonne,
† 31.3.1483 n.Chr., coel.
| |- 1.7. Floris v.PALANDT,
1456 n.Chr. † [122].
|
|- 2. Reinart v.PALANDT, seit 1410
n.Chr. Canonicus in AACHEN, Pastor zu BOSLAR
1420 n.Chr., erhielt 1456 n.Chr.
| Schloß ENDELSTORP, 1446 n.Chr. Propst zu KERPEN, 1467
n.Chr.Propst zu AACHEN (Reinhardt, Reinoud,
Reynart etc.),
| £ in der r.-k. Kirche zu LINNICH, der er 1460 n.Chr.
die große Altarplatte schenkt[123].
|- 3. Carsilius v.PALANDT (III.,[124]
¤Agnes v.HOEMEN evtl.identisch mit Johann?).
| Kinder sind bekannt
namens:
| |- 3.1. Werner v.PALANDT¤
Adriane v.ALPEN.
| |- 3.2. Margaretha v.PALANDT¤Wilhelm
v.BERGHE.
| |- 3.3. Gerhard v.PALANDT¤Hedwig
v.HANXLER[125].
| |- .3.4. Alverade v.PALANDT¤I.
Johann v.LÜLSDORF ¤II. Anton v.ORSBECK ¤III.
Robert STAEL v.HOLSTEIN.
| |- 3.5. eine Tochter v.PALANDT¤Gottschalk
v.HARFF.
| |- 3.6. Elisabeth v.PALANDT¤Gilles
v.MERODE-SCHLOßBERG[126].
| |- 3.7. Edmund v.PALANDT[127].
| |- 3.8. Johann v.PALANDT¤Anna
Casparina v.CUYLENBURG, imp.[128].
| |- 3.9. Lisa v.PALANDT, Klosterfrau
1500 n.Chr.[129].
|
|- 4. Johann v.PALANDT, Ritter,Drost
zu KERPEN, ¤II. 1418 n.Chr. (oder ist das "Joh.Carsil."?
bzw. heißt der Johann
| tatsächlich Johann Carsilius?) Agnes v.PYRMONT.
Zunächst kann angenommen werden, daß es dieser ist, der
| sich auch Carselis van EUPEN nennt und
Erbmarschall und Waldmeister von LIMBURG
1411-1431 n.Chr. und etwa
| 1445 n.Chr. gestorben ist (dieseDaten nach:[130]).
Damit wäre die Doppelbenennung mit dem Vornamen
| "Johannes" zu erklären. Nach ISENBURG[131]
in I.¤Barbe v.MOIRKEN.
| Kinder:
| |- 4.1. Thonys v.PALANDT,
HERRzu RULANT ¤Gertrud v.SOMBERFET.
| |- 4.2. Gerart v.PALANDT,
HERRzu RULANT ¤Johanna v.BOEDBERG,
Wwe. des FriedrichHERR zu HÜLS, kinderlos
†
| |
1489 n.Chr.
| |- 4.3. Margaretha v.PALANDT¤Johann
v.HOEMEN, Ritter, Burggraf
zu ODENKIR-CHEN; das Schloß RULANT geht
|
von ODENKIRCHEN an die Häuser FLODORF und MILLENDONCK.
|
|- 5. Emont v.PALANDT¤I. Barbara
HAES, ¤ II.Ida v.BOEDBERG, T.v.Johann
v.BOEDBERG. Erbmarschall des Landes
| von GELDERN, HERR von MAUBACH; von 1482-1494
n.Chr. für seinenminderjährigenNeffen Johannes,
S.v.
| Dietrich, auch "kastelein-drossar-rentmeester"[132].
| Kinder (aus I.
Ehe):
| |- 5.1. Emont v.PALANDTHERRzu
MAUBACH, Amtmann zu NIEDEGGEN.
|
|- 6. Werner v.PALANDT¤ angeblich
1420 n.Chr.[133]
Irmgard v.BACHEM † 1468 n.Chr. (lt.[134]
ist sie† 17.12.1477 n.Chr.).
| Ehevertrag der wohl überhaupt nicht vollzogenen
Ehe (die wohl mit einem anderen Bruder Werner
geschlossen
| worden war) datiert auf den 31.1.1420 n.Chr. Die darin
genannte Ehefrau bringt das Schloß BACHEM und die
| zugehörige Herrschaft in die (kinderlose) Ehe.
- Kinder des Werner v.PALANDT aus der
eheähnlichen Lebens-
| gemeinschaft mit Mechthild (Metza) NN.
sind bei ihm angegeben, obwohl es sich um den anderen Bruders
| Werner handelt, der mit Mechtild lebte und nicht um
den Mann der Irmgard v.BACHEM. Werner v.PALANDT erhält
| die bei BACHEM liegenden palandtschen Besitzungen
und Haus und Hof zu FRECHEN. Bei der Eheberedung war
| seine Frau vermutlich noch ein sehr junges Kind.
Daher wurde die Ehe wohl erst um 1424/35 n.Chr. geschlossen.
| Er soll aber nach Seger v.PALANDT sogar tatsächlich
gar nicht verheiratet gewesen sein und mit besagter
| Mechtild NN. 15 bis 16 nichteheliche Kinder
gehabt haben. Aus dieser Verbindung sind nachgewiesen Daniel,
| Adolph, Werner (1444 n.Chr. genannt) und
Gertrud, ein Johann gehört wahrscheinlich auch
dazu.[135]
- Weitere
| Söhne ([136])Johann
v.PALANDT, der 1469/70 n.Chr. als Schultheiß
von FRECHEN nachgewiesen ist und (s.o.) Daniel
| v.PALANDT, der dieses Amt 1489 n.Chr. innehatte.
- Werner v.PALANDT ist vmtl. um 1400 n.Chr. geboren.
Er ist am
| 18.11.1474 n.Chr. verstorben (Grabplatte). Sein Grab
ist unweit der Burg seiner Väter BREITENBEND in der r.-k.
| Kirche zu LINNICH. Der andere Werner muß ein
in der Literatur nicht benannter älterer Bruder gewesen sein
und
| vor der besagten Erbteilung, also vor dem Vater,
kinderlos verstorben sein.
|- 7. Diederich v.PALANDT, Ritter,
† 1481 n.Chr., ¤ 16.1.1472 n.Chr. Apolloniav.ARENBERG,
Gräfinv.d.MARK; er erhält
| Schloß WILDENBERG, im Jahr 1441 n.Chr. mit Haus und
Herrlichkeit KINTZWEILER belehnt, † 1481 n.Chr.; ¤Fulsgin
| v.SWALMEN.[137])[138]
.
| 1444-1447 n.Chr. luitenant
kastelein-drossard van VALKENBURG.
| 1453-1467 n.Chr. idem en rentmeester
der domeinen en ontvanger van de buitengewone bede.
| 1442-1463 n.Chr. Brabants hoogschout
van MAASTRICHT.
| 1451-1453 kastelein-drossard
van LIMBURG.
| 1467-1481 n.Chr.? stadhouder
van lenen van HERZOGENRATH.
| 1467-1481 n.Chr. kastelein-drossard
van VALKENBURG.
| 1441 n.Chr.
heer van KINZWEILER.
| 1456 n.Chr.
heer van WILDENBURG.
| 1466 n.Chr.
heer van WITTEM.
| 1476 n.Chr.
heer van ENGELSDORF, raadsheer
van kamerheer van de hertog van BOURGONDIë,
geheimraad
| van de hertog van GULIK, ridder
van St. Hubertusorde).
| Kinder:
| |- 7.1. Johann (Jan)
v.PALANDT, kauft 1507 n.Chr. Schloß PALANDT[139].
| |
1483-1515 n.Chr. kastelein-drossard-rentmeester
van VALKENBURG (tot 1494 n.Chr. onder voogdij van
| |
Emond).
| |
1506-1514 n.Chr. kastelein-drossard van
DALHEM.
| |
1504-1515 n.Chr. kastelein-drossard van
LIMBURG.
| |
1504- ? n.Chr. stadhouder
van lenen van HERZOGENRATH) .
| |
Er¤ 1495 n.Chr. Anna v.CULENBORG, darausSohn:
[G]Erhard v.P.¤ 1527 n.Chr. Margarethav.LaLEIN,
| |
9 Kinder, CULENBURG-Vorfahren[140].
| |- 7.2. Anna v.PALANDT, †
1539 n.Chr., ¤Georg v.BRANDENBURG[141],
imp.
| |- 7.3. Gertrud v.PALANDT(natürliche
Tochter),¤ 25.4.1472 n.Chr. JohannPENRE v.STRAEBEICHE[142].
|
|- 8. Johann v.PALANDT d.J. erhält
Schloß NOTHBERG, das oberste Haus zu KINTZWEILERund den PALANDTschen
Teil
| der Herrlichkeit WEISWEILER, er schreibt sich Johannv.PALANDT,
Herr zu WILDENBERG und BERGHE (LAURENZBERG;
| wenn es sich um BERGHEIM bei MECHERNICH handelt, wird
es sich bei BREITENBENDEN b.MECHERNICH ebenso
| um PALANDT/BREITENBENDT-Besitz handeln; vielleicht
ist es aber auch BERGHEIM b.KREUZAU). ¤Fulcona,
T.v.Seger
| v.SWALMEN (=Friederica) Frau des
Dietrich v.PALANDT.[143])
Vier Kinder.
| z.B.Johann III.
|
- Johann IV.
|
- (ill. Heinrich, Margarethe)
|
- ill. Sohn Peter,
|
- ill.: Wilhelm und Cecilie
|- 9. Margaretha v.PALANDT, † 1459
n.Chr., ¤Johann (III.) HOEN v.WITTEM.
-
|- 10. v.PALANDT NN. „(wahrscheinlich,
als natürliche Tochter) ¤ Johan v.HORRICH ? Ihr Wappen genau
wie das
Palandtsche, aber mit Turnierkragen,
hat die Unterschrift: Bastenach!/Hallsche Ahnen beim Hubertusorden!/“[144]
Werner v.PALANDT nimmt an
der von Schlacht LINNICH am Hubertustag 1444 n.Chr. teil (siehe:
v.BÜREN).
Das vormals vor LINNICH befindliche Haus
der v.PALANDT,HausBREITENBENDT, ist zuletzt nur noch
ein „Talhaus“ mit Gräben gewesen. Die Kantenlänge des umfriedeten
Teil betrug nach dem heutigen oberflächlichen Augenschein
mindestens etwa 600-800 Meter. Außer nur spärlichen Resten
eines jüngeren Baues ist leider anhand des Bewuchses und der
Wegeführung bloß noch der ehemalige Burgenplatz ausfindig
zu machen. - Es wird dieser Werner v.PALANDT sein,
der am 4.11.1416 n.Chr. wegen WILDENBURG einen Burgfrieden
mit Simon v.BIRGEL (b.KREUZAU) schließt. Dieser Simon
v.BIRGEL war ¤ mit Friederica, Witwe
des Dietrich v.ENGELSDORF. Adam v.PALANDT nennt
am
8.5.1414 n.Chr. den Frambach v.BIRGEL seinen Neffen.
Hierdurch wird der hier vorn erwähnte Zusammenhang mit den
BIRGEL erklärt. Werner v.Pallandt gehört zu
den „wenigen ritterlichen Vasallen an Gerhards
Seite“[145],
als HerzogGerhard v.JÜLICH 1444 n.Chr. in die
Hubertusschlacht gezwungen wird. Die hierbei genannten
Namen sind: „Edelherr Wilhelm v.BÜREN ,Graf
Gerhardv.BLANKENHEIM mit seinen Mannen, Graf
Dietrich v.SAYN. Dem BannerträgerErbmarschallNyt
v.BIRGEL folgten die Angehörigen der bergischen und
jülichschen Adelsgeschlechter
von NESSELRODE, PALANT, PLETTENBERG
und MERODE.“[146]
Außerdem waren beteiligt Heinrichv.SOENCHENROEDE, Heinrichv.CRUYTHUYSEN,ReynartOESTEv.WAELHUSEN,
Wilhelm v.LYNTZENICH, Ailff (Adolf) QUAD,
Johannv.SAFFEN-BERG, Thonys ( Anton)
v.OIRSBECK, Wilhelm NOELTZE, Werner v.HUMPESCH,
Dangel und Reinhartv.d.LIPPE, Johann v.BURGAUWE.“
- Ebenso wird berichtet „über die Mitwirkung der LINNICHer
Bürger unter Führung ihres Stadtvogtes und Inhabers der benachbarten
Burg BREITENBEND, Werner v.PALANT“[147].
Er war verheiratet mit Alveradis (Afra)
v.ENGELSDORF (ENDELSTORP), * um 1370 n.Chr.,
† nach 1429 n.Chr.[148]
Erbtochter des Emond v.ENGELSDORF. Sie
wird zur Erbtochter, weil ihr BruderDietrich v.ENGELSDORF
in seiner Ehe mit
Beatrix v.HENSTA (richtig: HARZEE) und zwei
weiteren Ehen kinderlos bleibt.[149]
- Die Burg ENGELSDORF liegt noch heute in ca. 6,5 km südlich
des Hauses PALANDT-BREITENBEND. Für Emond v.ENGELSDORF¤
Gertrud v.BINSFELD sind nur die KinderGerhard
(Gerart), Dietrich (Diederich), und Isabelle
(¤Gerart v.DYCK) bei STRANGE. Ihre Mitgift[150]
waren der Wald Kammerforst und 1000 Gulden, wenn die Frauv.BINSFELD,
SchwägerinEdmunds v.ENGELSDORF (also eine Schwester
oder Schwägerin von Emunds Frau Gertrud v.BINSFELD), tot ist.
Anhang v.ENGELSDORF. |
| VI. |
Werner v.PALANDT, * um 1400 n.Chr.,
† 18.11.1474 n.Chr., HERR zu BACHEM und FRECHEN.
Zeitweilig hatte Werner v.PALANDT das Amt des Drosten
zu WILHELMSTEIN. G.MEYER [151]
meint, daß er "einer der jüngeren Söhne von Werner
II. von PALANT und Alveradis von ENGELSDORF gewesen
zu sein" scheint. Ebenso wird er als sechstes von
acht (!) Kindern aufgeführt[152].
Dagegen fällt jedenfalls als sehr merkwürdig auf, daß er in
der Erbteilung von 1456 n.Chr. gleich nach dem ältesten (!)
BruderCarselis an zweiter Stelle genannt ist.
Da die Ansicht vertreten wird, daß die Reihenfolge den geistlichen
Bruder Reynolt an erster Stelle, die nachfolgenden
aber nach der Größe der Erblose aufführt[153],
muß es einen Grund hierfür geben. Wieso sollte der Vater
einem in seiner Ehe zwar kinderlos gebliebenen Sohn
mit vielen nichtehelichen Kindern das zweitgrößte
Erblos zuteil werden lassen? War er wirklich dieserWerner?
(Hatte der hier oben genannteWernerIII. neben der kinderlosen
Ehe, die am 31.1.1420 n.Chr.[154]
mit Irmgard v.BACHEM geschlossen wurde [was aber
tatsächlich nur das Datum der Eheberedung war], eine Liaison?
Für die Existenz dieser dauerhaften Verbindung neben der
nach Seger v.PALANDT wohl nie wirklich vollzogenen Ehe[155]
(„Dieser Werner hat geine eheliche frauw gehadt“) gibt
es immerhin eine ganze Reihe von Belegen, auch für die unten
angegebenen Daten. Insbesondere aber ruht das Auge darauf,
daß Seger sagt: „DIESER“ Werner habe keine eheliche
Frau gehabt, woraus der logisch zu folgernde Schluß sein müßte,
der andere Werner hätte eine eheliche Frau gehabt.)
Die Grabplatte dieses Werner III. v.PALANDT befindet
sich in der r.-k. Kirche LINNICH mit Abbildung des Verstorbenen
und vier Wappen (PALANDT, ENGELSDORF, MULE
v.BERGERHAUSEN, BINSFELD). Hinzuzufügen ist, daß ein junger
Mann in Ritterrüstung abgebildet ist und daß die Inschrift
ihn nicht " HERR", sondern "Werner
von PALANT HERR Werners HERR zo PALANT ... Ritters zelge elege
soen..." nennt, also einen ehelichen Sohn aus
der Ehe des HERRN Werner v.PALANT (Ritter)
mitAlveradis v.ENGELSDORF (siehe Wappen[156]).Kinder
aus der auch in der Betrachtung seiner Lebensgeschichte als
durchaus sicher geltenden Verbindung mit Metza
(wohl eine v.LISSINGEN) s.u.; wenn schon von einer
kinderlosen Ehe mit Irmgard v.BACHEM bei dem Ehevertrag
von 1420 n.Chr. ausgegangen wurde, und wenn schon für den
Eintritt in diese Ehe kein Datum vor 1424 n.Chr. belegt werden
kann, auch ein solcher Beleg erst in die Mitte der dreißiger
Jahre (1434/35 n.Chr.) fällt, dann ist weniger davon
auszugehen, daß Werner v.PALANDT bei dem Ehevertrag
noch minderjährig war -und er war schon erwachsen- als vielmehr
davon, daß demgegenüber die Brautnochein
Kind, diesenfalls sogar Halbwaise, war. Daher nimmt
die Wahrscheinlichkeit gerade erst unter diesem Gesichtspunkt
zu, daß "die Ehe ausschließlich unter dem Gesichtspunkt
der Konsolidierung und Vermehrung des Palanter
Besitzes zu sehen" war, "zumal die Beziehungen
von Werners Vater zur Familie von Bachem
in der Vergangenheit nicht immer ungetrübt gewesen waren.
Werner hatte deren wirtschaftliche Schwierigkeiten
benutzt, um in den Besitz der Prümer Vogtei in Bachem zu gelangen,
die Arnolt Thonys v.Bachem, Irmgards
Vater, inne hatte."[157].
Nun ist am ehesten davon auszugehen, daß sich beide Kontrahenten
mit dieser Ehe weitere Gegnerschaft auf nahem Raum fernhalten
wollten, denn auch die PALANDT beanspruchten die Erbvogtei
mit dem Hinweis, daß sie "ihren Vorfahren von der
Abtei Prüm übergeben worden sei"[158].
Auch ist eine Standesminderung durch die Einziehung
lediglich erheirateten Besitzes höchstunwahrscheinlich[159].
Bei einem Altersunterschied der Eheleute von wohl zwei Jahrzehnten
war es gleichwohl der Ehefrau nach damaliger Sitte und Moral
nicht möglich, uneheliche Kinder zu haben, ohne dadurch unverzüglich
unter Ehr- und oft auch Besitzverlust geschieden oder gar
getötet zu werden, während dem Ehemann bzw. zukünftigen Ehemann
ein entsprechendes, etwa ein morganatisches, ein natürliches
oder beieheliches Verhältnis gerade in wohlhabenden, also
besitzenden und führenden Familien unbedingt ohne jeden Ehr-
oder Standesverlust seinerseits ermöglicht war und die entsprossenden
Kinder bei Kinderlosigkeit der rechten Ehe sogar durchaus
(und häufigst!) ins volle Erbrecht eintreten konnten. Der
Besitz BACHEM gehörte den PALANDT sowieso schon teilweise,
seit Carsilius v.PALANDT 1328 n.Chr. Agnes v.BACHEM
geheiratet hatte[160],
es kann um ihn also gar nicht in toto gegangen sein.
Für die Kinder des Werner v.PALANDT blieb dabei nur
wegen seines eher unglücklich verlaufenden Finanzlebens nicht
viel übrig. Auch ist der für 1469/70 n.Chr. als Schultheiß
von FRECHEN erwähnte Johann v.PALANDT seinSohn.
Ebenso ist dessen BruderDaniel v.PALANDT im
Jahr 1489 n.Chr. im Amt des Schultheißen von
FRECHEN zu finden und auch er ist natürlich ein Sohn
des Werner v.PALANDT. Weiterführend wird WernersEnkelAdolf
spätestens 1509 n.Chr. Rentmeister zu FRECHEN,
so daß aus der Abfolgepermanenz auf
erblichen Vorrang in der Amtsübernahme zu schließen
sein dürfte. Die vage angeführte Vermutung[161],
daß es sich im Schriftstück vom 16.9.1447 n.Chr. bei der Erwähnung
derMetzen um seine Schwiegermutter handeln
könne, ist abzulehnen (die Nennung der jeweiligen Eltern
erfolgt in diesem Zusammenhang in der Regel wesentlich deutlicher,
wie auch Werner v.PALANDT zumeist recht eindeutig von
seinem Vater zu unterscheiden ist).- Angesichts
mancher Zusammenhänge könnte unter Umständen erlesen werden,
daß die Mechthild die natürliche, jedoch ggf. nicht
ebenbürtige Frau des Werner v.PALANDT gewesen sei.
Aus später erfolgenden Erwägungen wird klar, daß dies sich
nicht mit der Wirklichkeit vereinbaren läßt. Die durch die
jeweiligen Eltern abgesprochene Ehe der wesentlich jüngeren
ehelichen Frau Irmgard v.BACHEM könnte, - nun aus der
Sicht der Familie v.BACHEM -, aus verschiedenen Gründen eine
für diese Frau notwendige Versorgungsehe gewesen sein (vielleicht
spielten sogar innerfamiliäre Gründe eine Rolle, denn beide
waren ja näher verwandt), sei es nun, daß sich deren Mutter
als Witwe zu alt fühlte, sei es, wie angesprochen, um die
Besitzsicherung in ihrer Hand zu halten, sei es, sie wäre
krank gewesen und hier hätte ein entsprechender Akt von Vorsorge
durch ihre Mutter stattgefunden, mit dem sich Wernerv.PALANDT
abfinden mußte. Auf diese letzte Einlassung weisen die Vorbehalte
im Ehevertrag ebenso hin wie das Todesalter seiner ehelichen
Frau, die mit ungefähr fünfzig Jahren verstorben sein dürfte.
In böser Verleumdung werden später Akten gefertigt, die Werners
eigentliche Frau herabwürdigen sollen. Da ist von „Metzen,
der Magd“ in absichtlich falscher Sinnesübertragung die Rede[162].
Andere Äußerungen bleiben hier unbenannt. Hingewiesen sei
aber auf den brüderlich außerordentlich starken Druck, der
sogar zu vertraglichen Abmachungen bezüglich der Erbfolge
zugunsten der Geschwisterkinder führte. Dieser Druck auf Werner
war nur möglich durch seine immer bescheidener werdende finanzielle
Situation. Schließlich ließ Werner sich darauf ein, vertraglich
(!) zuzusagen, daß er seine wirkliche Frau nach
dem Verscheiden seiner ehelichen Frau nicht heiraten werde
und so die aus dieser Verbindung entstandenen Kinder (die
bereits lebenden und noch zukünftige) nicht durch eine solche
Eheschließung ehelich machen würde. Von minderem Stand seiner
Frau keine Spur, nur von Druck, Pression und Habgier, woraus
die anschließende Sachlage ihre einfache Erklärung hat. „...
und haben die Brüder nit gestatten wollen das er die Magdt
sold mogen trawen und die Kinder ehelich machen, darüber haben
sie sich 1456 auff Pfingsttag also verglichen [seitl.Randbemerkung:
Vergleich in actis PALANDT z WALDECK bei N. 335 beilag notirt
N. 18] ... des verspricht er Metzen seine Magt und die Kinder
die sie von ihm hat oder kreigen mag nit zu ehelichen noch
dieselbe Metz zu seiner ehelichen gekirchter frawen nit zu
nehmen noch zu machen. Wir ihm das auch darauff VRECHEN zugetheilt.“[163].
Aus der Angst der Geschwister nun geht eindeutig hervor, daß
Werner seine „wilde Ehe“ hätte rechtzeitig legitimieren können
und offenbar aus ganz anderen, wohl finanziellen Gründen oder
seiner unruhigen kriegerischen Gelüste wegen darauf bislang
verzichten mußte. Von einer etwa nicht standesgemäßen Frau
ist überhaupt keine Rede. Richtigerweise tragen alle seine
Kinder den vollen Namen v.PALANT (v.PALLANT/v.PALANDTetc.)
und er versorgt sie auch über seinen Tod hinaus so gut mit
Ämtern und Ehen, daß sie keine Not leiden müssen. - Das Grab
des Werner v.PALANDT befindet sich in der im September
1916 n.Chr. in der r.-k. Kirche zu LINNICH geöffneten Familiengruft.
In dieser Gruft entdeckte man die Reste von fünf Familienmitgliedern[164].
Die Gruft liegt vor dem Hauptaltar mitten unter dem Chorraum.
Die Gebeine waren noch gut erhalten. Wohl als letzte Person
der Grablege und direkt neben der Treppe wurde eine Frau zur
Ruhe gebettet, deren rote, bis 30 cm lange Haare sich noch
am Kopf bzw. in dessen Nähe befanden. An der äußersten Südwand
waren zwei Personen übereinander gebettet, die obere mit einer
Körpergröße von etwa 1,95 Metern. Von den beiden an der Westwand
übereinander liegenden Personen war die eine vermutlich (den
vorgefundenen Gewandstücken und der Inschrift nach zu urteilen)
der ältere und im Jahr 1420 verstorbene Bruder Reinhardt
v.PALANDT. Da die Gruft als die letzte Ruhestätte des
hier bezeichneten Werner v.PALANDT feststeht, das andere
Paar aber die auf dem Stifterbild erscheinenden Personen sein
dürften, und weil außerdem die Eltern des hier begrabenen
Werner v.PALANDT in der Minoritenkirche zu AACHEN ruhen,
stellt sich die Frage nach der fünften Person, der rothaarigen
Frau. Weil von ihr hier weder ein Wappennoch
ein andererHinweis zeugt, dürfte es sich bei
ihr um Mechthild (Metze/Metza), die Mutter der
natürlichen Kinder des hier begrabenen Werner v.PALANDT
handeln, die seine Lebensgefährtin war. Auf jeden Fall lebt
Werner auf einer der BACHEMER Burgen, wohl nicht auf
HEMMERICH, das bereits von der Familie v.HEMBERG
bewohnt wurde. Ob er außerdem an anderen Plätzen wohnte, wie
Hof KALROIDE, Gut MORSTORP by der Warden, oder auf dem Hof
zu DORRE by MERARDE, dem Hof in KIRCHERTEN u.a., oder auf
Besitz im benachbarten HOLLAND, ist noch ungewiß. Bisher scheint
seine Frau zu sein: Mechthild (Metz/a)[165]
(v.LISSINGEN?), die nach Seger v.PALANDT[166]
(1560 n.Chr.) mit Werner v.PALANDT 15 bis 16 als nichtehelich
bezeichnete Kinder hat. Kinder (u.a.), die in der bei der
Familie v.PALANDT durchaus üblichen Weise auch erbten
und meistenteils auch den Adelspartikel führten, weshalb in
gleicher Weise der Familienname hier ebenso weitergeführt
wird. Dazu ist Eindeutigkeit durch die Urkunden bei den Kindern
gegeben! „Deutlich aber ist zu erkennen, daß die PALANT
ihren Natürlichen gute Positionen als Verwalter ihrer
Herrschaften (be)sorgten[167].
Die so Versorgten aber vererbten ihre Stellungen ihren eigenen
Söhnen und Schwiegersöhnen.“[168]
Bei dieser Frau handelt es sich angeblich[169]
(s.o.) um eine v.GEISBUSCH. Nach genauer Überlegung
gibt es keine anderen Möglichkeiten, als daß es sich bei ihr
um die junge Witwe des Roilmann v.GEISBUSCH
handelt, nämlich um Metza v.LISSINGEN, deren Ehemann
vor 1440 n.Chr., wahrscheinlich kurz nach 1430 n.Chr., stirbt,
oder um eine nicht näher erwähnte Tochter derselben.
Kinder (u.a.):
|- 1. Daniel v.PALANDT, * um 1430/1440
n.Chr., siehe dort;
|- 2. Adolphv.PALANDT (Aelof)
v.PALANDT zu HERMENTZDORF;
|- 3. Werner v.PALANDT ZU FRECHEN
¤ NN.;
| Tochter:
| |- 3.1.NN.v.PALANDT¤Steffen
ENGELS erw. 1531-1534 n.Chr.
|
|- 4. Gertrud v.PALANDT¤Johann
v.HAMBACH,Vogt zu WILHELMSTEIN 1471-1492
n.Chr., † 1505 n.Chr.
|- 5. Johann v.PALANDT,Schultheiß
zu FRECHEN 1469/70 n.Chr., ¤Guetgin (Agatha)
KÜNSTERS.[170]
Kinder:
mehrere Söhne, darunterEmund v.PALANDT, 1479
n.Chr. als noch unmündig erw., 1482 n.Chr. erw. [171].
Dringlichzubeachten sind
die Vornamen der bekannten Kinder, denn an diesen natürlichen
(nicht aber unehelich zu nennenden, da sie offenbar im stillschweigenden
Einverständnis mit der kinderlosen ehelichen Frau, - wenn
es siehe oben diese überhaupt gab und nicht etwa ein
jüngerer und ein älterer Werner anzunehmen sind -, zustande
kamen und in die Familie jedenfalls von Seiten ihres Vaters
vollständig integriert waren) Kindern vollzieht Werner
v.PALANDT die Namensweitergabe (Namensfiliation) genauso,
als ob sie seine ehelichen Kinder wären. Verständlich, denn
er hatte geplant, die Mutter seiner Kinder zu heiraten, wie
aus den Unterlagen hervorgeht und war daran von Carselis
gehindert worden! Der Vorname Adolph etwa kommt
weder auf der Seite seiner ehelichen Frau vor noch ist er
bei den PALANDT zu finden. Adolph
muß zur Familie der MechthildNN. gehören. Werner
und Johann sind beiden PALANDT
hingegen üblich und Daniel ist der Name
seines Großonkels, könnte aber bereits -wie auch
Adolph- hier der Namen des Vaters der
Mechthild, der Kindesmutter, sein. Daß
es sich dabei nicht um unchristliches oder gar sittenwidriges
Verhalten handelte, erging für die frommen PALANDT
aus dem Alten Testament! Emund v.PALANDT wird übrigens[172]
als Sohn des Bruders von Daniel,
nämlich des Johannv.PALANDT, Schultheiß
zu FRECHEN (s.o), dargestellt. Er wird hier als 1479 n.Chr.
noch unmündig und 1482 n.Chr. als Emund von PALANDT
angegeben, wie übrigens auch diverse anderenoch bis weit
ins 17.Jh. korrekt, wie jetzt zu erkennen ist, von
PALANDT heißen! |
 |
|
| |
[1]
Schreibweise in diesem Teil folgt BLÖMER, Mitt.d.WGfF, Band
26(1974) S. 201-206. Mitunter wird auch PALLANDT verwendet.
[2]
Jaarboek VALKENBURG 1991; nach dieser Arbei mit durchaus wissenschaftlichem
Anspruch ist er der Vater des Arnoldus „PARVUS“, dies deckt
sich mit der Zusammengehörigkeit des Wappens der PALANDT und
dem Siegel des Werner v.BREIDENBEND {OIDTMAN 2 S.705;
dort zit. nach FAHNE. OIDTMAN nimmt FAHNE also absolut ernst!)
[3]
OIDTMAN 2 S. 706
[4]
LINNICH im Wandel der Zeiten; Jahrbuch LINNICH 1992 S.60f.;
W.SCHIEFFER ist aber in mehreren Aussagen dieser Information
nicht sicher, oschon sonst sehr kenntnisreich! Auch die Namensdeutung
scheint etwas problematisch zu sein, da die Glättung von BREDEBEMPT
zu BREITENBEND erst später erfolgt.
[5]
cf.: Jaarboek 1991 VALKENBURG S. 56
[6]
FAHNE I S 49 unter Berufung auf OFFERMANN p. 71 (s.auch bei
MEYER, G.)
[7]
lt.FAHNE, SALM-REIFFERSCHEID S. 115 Bd. II KÖLN 1858 ist Werner
v.PALANDT 1295 ¤ Elisabetha v.MERODE, T.v. Johann v.MERODE
1293 erw. als ¤ mit der Erbin zu VALT[Z/EN?]; bei DOMSTA nicht
in der Tafel, ggf. verlorene Daten?)(nicht erst 1316), also
Base zu Sophie, Frau d.Arnold v.BREIDENBENDT.
[8]
OIDTMAN, Arnoldus parvus, S. 46
[9]
MEYER, G. a.a.O. S.113, nach Lehnsbuch BRABANT, mit Arnold:
Regesten der Stadt AACHEN
[10]
Zu ihrer Lebenszeit ist Sohier de BOURSCHEIDT ¤ Mechthild
v. SCHLEIDEN. Dieser ist LUXEMBURGISCHER Ritterrichter, Edler
etc.; (OIDTMAN 2 S.496); Mechthild ist Tochter des Edelherrn
Friedrich v. SCHLEIDEN, ebd. S. 518). 1121/1198 wird
die Burg SCHLEIDEN in der NORDEIFEL als Burg der Herren von
BLANKENHEIM erwähnt und seit 1140 sind die Herren v.SCHLEIDEN
urk. erw.; sie bekamen durch Einheirat Mitte des 13.Jh. die
Herrschaft von JÜNCKERATH und bekannten sich 1271 zu den Grafen
v.LUXEMBURG als ihren Lehnsherren. In der Linie ist auch der
Vorname der Enkeltochter Agnes vorhanden.) Da es sich um eine
um 1260 bis 1270 als Mutter in Frage kommende Frau handeln
muß, sind die beiden Wappen der BREITENBENDT/PALANDT zu betrachten.
Der Frage ist dabei nachzugehen, ob es sich bei dem Löwen
oder bei dem quergeteilten Wappen um die männliche Linie handelt.
Der Umgang des Königs mit Arnold v.BREITENBENDT läßt zweifelsohne
auf eine königliche Abstammung schließen. Entsprechend muß
es sich, da die BREITENBENDT urkundlich bisher nicht über
Amelius v.BREITENBENDT, den Vater des Arnold, hinaus nachzuweisen
sind, um eine Mütterlinie handeln. Ob dabei eine uneheliche
Geburt bedacht werden muß, ist zunächst unwichtig, scheint
aber aufgrund der Heiraten nicht vorzuliegen. Daher sollte
hier eine Nachkommenschaft sowohl der LOOS-HEINSBERG wie auch
der CLEVE und besonders über diese vorliegen, zumal bei den
Letzteren der Vorname Arnold wie bei den LOOS durchgängig
vorhanden ist..
[11]
BACHEM, G.A., Beiblatt „B“ zu Vogtei BRAUWEILER in:BACHEM,
a.a.O. S. 118; Die Verbindung kann aber auch durch Conrad
v.BACHEM evtl. verh. v.SCHLEIDEN herrühren.
[12]
Das Amt des Meiers zu AACHEN wurde nachweislich damals an
einen Nicht-AACHENer gegeben! Siehe auch die Anm. OIDTMANs,
daß er „wohl kein geborener AACHENer gewesen sein“ wird.
[13]Das
aber scheint ein sehr wichtiges Indiz für seine Zugehörigkeit
zum Hochadel zu sein, auch, weil dasHEINSBERG-BERGISCH-VALKENBURGISCHEWappen,
der LÖWE mit dem doppelten gekreuzten Schweif auch das
alte Wappen der BREITENBENDT ist [ob die BREITEN-BENDT
denselben in der gleichen Farbe führten, ist nicht geklärt],
das neue Wappen könnte ggf. mit der Übernahme des höchst angesehenen
Schöffenamtes in AACHEN irgendwie zusammenhängen.
[14]
COELS, Fr.v.: Die AACHENer Schöffen; in: Zeitschrift des AACHENer
Geschichtsvereins 1928 S. 64
[15]
OITDTMAN, Arnoldus parvus, Anl. Nr. 1 S. 54 / ZdAGV 1894
[16]
COELS: a.a.O.
[17]
Werner [III.]v.MERODE, 12.6.1275, DOMSTA II S.418/471; - differierend
hierzu OIDTMAN 10 S. 400, wo dieser Werner [V.] v.MERODE der
Onkel ist.
[18][18]
OIDTMAN, Arnolds parvus, S. 42
[19]
ebd.
[20]
v.d.VENNE S. 90
[21]
ebd. S. 91
[22]
COELS a.a.O.S. 68
[23]
DOMSTA I S. 53 A
[24]
letztere Anmerkg. im GGs. zu der unten aufgeführten Qu.! -und
hierzu Qu.: ältestes Lehnbuch der Mannkammer HEINSBERG HStaD;
OIDTMAN Nachtr.zu ZdAGV 16 S. 38-85 u. A.BLÖMER "Die
Bastardlinie PALANDT zu LINNICH S. 205 Nr. 32.
[25]
KAPPELHOF, A.C.M.; in: Jaarboek VALKENBURG 1991 S. 58
[26]
cf.OIDTMAN, Parvus, Stammvater ... , S. 45
[27]
a.a.O.,S. 44
[28]
COELS, s.o.
[29]
COELS, a.a.O. S. 64
[30]
COELS, a.a.O. S. 62 ff, besonders spekulativ ist S. 73
[31]
Aber man achte dieserhalb außer auf die ältesten Wappen auch
auf die Namen und auf die zwar möglicherweise ungenauen, hier
jedoch durchaus zu erwähnenden Mitteilungen von FAHNE
- auch mit dessen Nachtrag, daß die Tafeln aus Haus PALANDT
keine Archivqualität besessen hätten -, aus denen eine solche
Verwandtschaft zu erkennen ist, besonders dann, wenn zutrifft,
daß z.B. Arnolds Mutter Anna v.SCHLEIDEN gewesen oder daß
auch eine Verwandtschaft zu den HEINSBERGERN vorhanden sei.
[32]
cf. OIDTMAN, Parvus, Stammvater ..., S. 43
[33]
OIDTMAN, Parvus, Stammvater ..., S. 52 Anm. 8, die sich hiermit
als überholt erweist.
[34]
Dieser „Bastardstern“ weist aber durchaus nicht
und schon gar nicht ausschließlich, auf einen Bastard hin,
sondern auch -wie andere im PALANDT-Wappen dauerhaft gebrauchte
Beizeichen, so z.B. der kleine Ring im Wappenzentrum- für
solange ins Wappen/Siegel der Söhne als Erkennungs- und
Unterscheidungszeichen eingebracht wurde, bis z.B.
der älteste Sohn dem Vater folgte und dann das Hauptwappen/-siegel
übernahm) Bei OIDTMAN 10 S. 431: „Überhaupt scheint
ein Stern häufig als Beizeichen, einen jüngeren Sproß angedeutet
zu haben, wie z.B auch Arnoldus Parous, der Stammvater der
Palant, einen solchen in seinem mehrfach geteilten Wappenschild
oben rechts geführt hat.“ (Anm.: Genau abgeschrieben, es heißt
Arnoldus PAROUS!)
[35]
OIDTMAN, Parvus, Stammvater ..., S. 46
[36]
Regesten der Stadt AACHEN nach G.MEYER S. 113
[37]
Er wäre auch dann, wenn er ein „de Parwes-Bastard“ gewesen
wäre, durch die Erhebung in den Ritterstand legitim und damit
ebenfalls standesgemäß geworden.
[38]
OIDTMAN 2 S. 706
[39]
cf. OIDTMAN, Parvus, Stammvater..., S. 47
[40]
hierzu auch: DOMSTA, MERODE I u. II
[41]
OIDTMAN, Arnoldus Parvus, der Stammvater des Geschlechts v.PALANT,
S.55 Regesten Nr.7, in: Zeitschrift des AACHENer Geschichtsvereins
Jg. 1894
[42]
OIDTMAN, a.a.O., Regesten Nr. 2, S. 54 (übersetzt)
[43]
OIDTMAN 2 S. 706: „20.6.1315 Wilhelm miles de BREDENBENT und
seine Gattin Rikalda pachten von der Abtei PRÜM deren Hof
zu LINNICH mit dem Amt des Maiers und allen Rechten, welche
früher Franko miles de KOSSELAR in Pacht hatte und dessen
augenblickliche Pächter die Erben dieses Franko, Johannes
von RISCHMÜHLEN und seine Mutter sind. Bürgen: Reinhard u.
Theoderich de DUNA, Theoderich*) dictus Rupsac, miles de SMEDEHEIM,
Richard de KINSWILRE miles, Herman de POLLEN**), frater mei
Wilhelmi miles und Johannes miles, scultetus de ESCHWILRE.“
(gem. Staatsarchiv KOBLENZ Diplo.PRUMIENSE). OIDTMAN fügt
in Bd.11 S: 705 hinzu, daß die Pacht auf 12 Jahre und unter
merkwürdigen Bedingungen und Bürgschaften für 80 Mark köln.
Pro Jahr. Die Schreibweise der Namen ist hier durchaus seht
unterschiedlich! Anm. zu *): Würde man die abenteuerlichen
Leseweisen, die bei den verschiedenen Nennungen des Arnold
v.BREITENBENDT hypothetisiert wurden, auch hier folgen, so
wäre aus dem Ritter Dietrich v.SCHMIDTHEIM (SMEDEHEIM) gnt.
Raufsack (RUPSAC) ein „Irgendjemand“ namens Dieter Raufsack
geworden, der sich irgendwie in den Adel einzuschleusen wußte...
Anm. zu **) demnach wäre aber der Hermann v.POLLEN (de POLLEY/POLLO),
Ritter, ein Bruder des Wilhelm v.BREITENBENDT!
[44]
OIDTMAN, Arnoldus PARVUS..., S. 55 Nr. 5
[45]
OIDTMAN, a.a.O., Nr. 18, S. 57/58
[46]
a.a.O.S. 39 A1
[47]
Gisela MEYER; Geld und Amt in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts:
Der Aachener Bürger Arnoldus Parvus
[48]
Anm.: Warum, es gehörte doch schon dem Vater!?; natürlich
deshalb, weil dies auch -wie vorher bei bei BREITENBENDT-
innerhalb der Familie und innerhalb der Erbvorgänge Usus war!
[49]
Anm.: !
[50]
zit. nach W.SCHIEFFER, LINNICH a.a.O. S. 61
[51]
Rijksarchiev MAASTRICHT Bd. Nr. 328 S. 41, wo die Die Eltern
des Carsilius v.PALANDT ¥ Margaretha v.BERGERHAUSEN als Werner
v.PALANDT ¥ Roricha v.MERODE und wiederum dessen Vater Arnold
v.PALANDT (Arnold v.PALLANT Heer van BREIDENBEMD) genannt
werden. So auch RICHARDSON S. 73 für Roricha. (Die Stammreihe
kann also auch v.PALANDT gnt. v.BREITENBENDT heißen.) Das
ist aber eindeutig falsch, weil in der Verkaufsurkunde von
1379 Werner eindeutig des Carsilius Oheim genannt
wird (OIDTMAN 11 S. 651)
[52]
OIDTMAN, Arnoldus parvus, S. 47
[53]
ebd.
[54]
ebd. S. 85 im Original mit den handschriftlichen Anmerkungen
und Berichtigungen des Verfassers, der dies zitiert nach (so)
„Zeitschrift des AACHENer Geschichtsvereins (ZdAGV) Bd. 37
(1915)“
[55]
ISENBURG; Europäische Stammtafeln NF VIII/63
[56]
Inventar des Urkundenarchivs der Fürsten von HATZFELD-WILDENBURG
zu SCHÖNSTEIN/Sieg Bd.1, Schriftenreihe der Landesarchivverwaltung
Rheinland-Pfalz Bd. 22 S. 25 Regest Nr. 4
[57]
Auszug aus dem [lülichischen] Lehnsprotokoll. (Abs.). Beglaubigte
Abschrift mit Beglaubigungsvermerk und Unterschrift des B.
Steingen (16.(?) Jh.), Pap..; angefügt: Abschrift der Eintragungen
von 1354, 1364 und 1402 (s. Reg. Nr. 58, 78, 174). - Nr.41(Quellenüberarbeitung
ist erforderlich wegen der Diff. 16./18.Jh.!)
[58]
a.a.O. S. 33 Regest Nr. 58
[59]
Auszug aus dem [jülichischen] Lehnsprotokoll. (Abs.) Begl.
Abschrift mit Beglaubigungsvermerk des Auszuges und Unterschrift
des B. Steingen [18.(?) Jh.], pap.; vorangestellt: Abschr.
der Eintragung von 1343 (s.Reg.Nr.41.); nachgestellt: Abschr.
der Eintragung von 1364 (s.Reg.Nr.78) und 1402 (s. Reg. Nr.174).-
Nr.41. (Quellenüberarbeitung ist erforderlich wegen der Diff.
16./18.Jh.!)
[60]
a.a.O. S. 86 f. Nr. 174
[61]
Auszug aus dem jülichischen Lehnsregister. Anmerkungen wie
vor.
[62]
OIDTMAN 11 S. 648/648
[63]
OIDTMAN 11 S. 648; Bd. 10 S. 409
[64]
OIDTMAN 11 S. 679: „Die ganze Stammtafel ... eine frech erfundene
Genealogie ... auf irgendwelche Glaubwürdigkeit kann sie keinen
Anspruch machen !“
[65]Auch
die Verwandtschaft zu den RANDERATH ist vorhanden, allerdings
über andere Zusammenhänge! Gleiches gilt für die BINSFELD,
ARENTAL und ENGELSDORF. Offen bleiben die Verwandtschaften
HEINSBERG, SCHLEIDEN, La ROCHE, STEIN und andere. Nachdem
es aber bei den Vorigen nachge-wiesene Zusammenhänge gibt,
sind auch diese Namen nicht als völlig „erdichtet“, sondern
als bloß in falschem Zusammenhang erwähnt zu akzeptieren.
[66]
OIDTMAN 11 S. 679
[67]
OIDTMAN 11 S. 679
[68]
OIDTMAN 11 S. 679
[69]
OIDTMAN 5 S.481 (OIDTMAN 11 S. 643 weist knapp mit dem Vornamen
Loretta auf die Familienzusammengehörigkeit
mit den MERODE hin, Lora BIRKLIN war 1295 ¤
mit Werner v.MERODE; diese Annäherung scheint aber weniger
zu bedeuten als vielmehr die Tatsache, daß Dietrich v.CLEVE
¤ war Loretta v.SAAR-BRÜCKEN. Das alte BREITENBENDT-Wappen
mit dem Löwen hätte hierdurch noch tiefere Bedeutung.)
[70]
OIDTMAN 6 S.201
[71]
OIDTMAN 6 S.201
[72]
OIDTMAN, Arnoldus Parvus, S. 47
[73]
BRANDENBURG/1995, XIV 598b
[74]
BRANDENBURG/1995, XIV 440b
[75]
BRANDENBURG/1995, XIII 398
[76]
BRANDENBURG/1995, XIII 480
[77]
BRANDENBURG/1995, XII 261
[78]
BRANDENBURG/1995, ?XII 262
[79]
GROTE, S. 272: Arnold III.
[80]
BRANDENBURG/1995, XI 159a
[81]
BRANDENBURG/1995, X 81
[82]
GROTE, S. 180, S. 257
[83]
Über dfem Wappenschild der Helm, auf diesem eindeutig ein
Pilgerhut mit links und rechts fallenden Bändern, darauf Zweige
(wohl aus dem
heiligen Land oder von Santiago de
Compostella. Auf dem mittleren Balken ein Zeichen: Ring.
[84]
Das durchgehende Querband im Bereich des Helmes ist sehr wahrscheinlich
vom Nachzeichner mißgedeuteut, denn bei der ansonsten
geradezu frappierenden Identität
mit dem diesem offensichtlich nachgearbeiteten Wappen des
Carselis von 1364 fehlt dieses Band dort.
Lediglich das Beizeichen im Schild
unterscheidet beide Wappen.
[85]
DOMSTA I, S. 52 und Stammtafel
[86]
OIDTMAN 11 S.646/647
[87]
Aus den beiliegenden Akten: 1379 besiegelt Johann Herr zu
GRONSVELT S.v. Heinrich Herr zu GRONSVELT Burggraf zu LIMBURG
¤ Mechthild T.v.Arnold von d. BONGART zur HEYDEN [deren Enkeltochter
Catharina v.ARGENTEAU ¤ 1372 Conrad von SCHÖNFORST], der mit
Margaretha T.v.Johann v.MERODE-HEMMERSBACH, T.v.Johann SCHEIFFART
v.MERODE-HEMMERSBACH u. Greta verheiratet ist, eine Urkunde
seines Onkels Walraf v.MERODE, Vogt zu GÜSTEN, Bruder des
Heinrich v. MERODE; d.h., er ist selbst und durch Heirat zu
den MERODE verwandt.
[88]
OIDTMAN, Arnoldus Parvus, Stammvater.. S. 60 Regesten Nr.
29
[89]
nach GÖBELS. Wappen... S. 128 handelt es sich dabei aber um
einen Verkauf.
[90]
GÖBELS, Karl; Wappen von FRECHEN S. 128 mit Quellenangabe
[91]
nach der bei OIDTMAN 11 S. 698 wiedergegebenen „Stammfolge“
heiratet er bereits 1320, dies scheint nach dem von GÖBELS
beigetragenen Datum also nicht ohne Grundlagen zu sein.
[92]
GÖBELS, Karl; Wappen von FRECHEN S. 128
[93]Anmerkung:
Die Unsicherheiten und Fehler bei FAHNE sind
groß und doch sind manche der vorgelegten Daten auf FAHNE
bezogen. Die Archivqualität dieses angeblich häufig
fälschenden Bearbeiters (bisher sind Fälschungen aber nur
für einige spezielle und als geringfügig zu betrachtende Auftragsarbeiten
nachgewiesen, sieht man von einigen Nachlässigkeiten, wie
sie immer wieder vorkommen können, ab) erweckt den Eindruck,
je frühere Nachrichten gegeben werden, desto unsicherer seien
diese. Dennoch sieht es so aus, als wären die bei FAHNE vorhandenen
Daten nicht sämtlich "erfunden";
sie müssen auf ihre tatsächliche Einordnung und Brauchbarkeit
im Einzelnen noch untersucht werden. Vor allem scheinen vor
der nächsten älteren und der übernächst älteren Generation
die Daten wieder genauer zu sein. Offenbar findet F. über
unsichere Daten "cum grano salis" wieder
zu der richtigen Linie zurück. Nach dieser Quelle ist
der Obige dann nicht Sohn des Arnoldus PARVUS (v.BREIDENBENDT-PALANDT),
sondern eines Bruders (?) des Arnold v.BREIDENBENDT = Arnoldus
PARVUS
I. - Werner v.PALANDT (* ± 1275/1285), der 1316
vom Kaiser Friedrich zum Freiherrn ernannt wird. Derselbe
Werner (nach dieser Qu.:
Werner IV., weitere Zählung zuden Vorfahren hin ab jetzt folgend
mit dem Zusatz "F" gehalten, z.B.: Werner IV(F)!)
¤ Elisabeth
v.MERODE, T.v.NN. Scheiffart v.MERODE. Diese Möglichkeit muß
noch genau geklärt werden, denn der Generationenabstand
zwischen Carsilius (I.) und Arnoldus PARVUS v.PALANDT-BREIDENBENDT
scheint etwas sehr groß zu sein. Unter den hier folgend
bei Werner III.(F) beschriebenen Bedingungen ergäben sich
weitere Möglichkeiten der Filiation. Außerdem treten Mitglieder
der
Familie v.PALANDT schon früher auf, so Werner v.PALANDT
1160 und der Ritter Philip v.PALANDT 1209. Der genannte Arnoldus
Parvus ist ja als Mitglied der Familie v.BREIDENBENDT (s.u.)
ganz eindeutig identifiziert. Diese Familie ist mit den v.PALANDT
stets
eng verbunden bzw. wohl ursprünglich identisch. Demnach
könnte diese Vorfahrenlinie, wie dann bei FAHNE aufgezeigt,
spekulativ
wie folgt weitergehen:
II.
- Werner III.(F) zu PALANDT, REULAND und WILDENBERG * ± 1240/1250;
¤ Johanna v.RANDERATH, T.v. Arnold v.RANDERATH.
(Seine Brüder:Carsilius
V.(F) Herr zu BREIDENBENDT ¤ Anna v.SLEIDEN !), Philip, Rutger,
Ritter des D.-O Johann, Johann
[1231]).
- Nun ist in Wahrheit sein aus Unkenntnis des richtigen Vornamens
und bei der Annahme zwingender Namensfiliation sein
Carsilius
V.(F) genannter Bruder aber identisch mit Amelius v.BREIDENBENDT,
was durch seinen Besitz als Herr zu BREIDEN-
BENDT und
die angegebene Ehefrau zu folgern ist. Bei FAHNE handelte
es sich da wohl eher um einen logischen Fehler und zumin-
dest hier
nicht um eine etwa von OIDTMAN und anderen ihm unterstellte
Absicht. - Demnach wäre Amelis (Carselis/Carsilius)
v.BREIDENBENDT
(PALANDT) richtig an dieser Stelle als der gesuchte Vorfahre
einzusetzen! Der bei FAHNE als Großvater des
Carsilius
(I.) genannte Werner III.(F) wäre zwar tatsächlich Vater des
Werner, nicht aber der Großvater des Carsilius (I.) sondern
des-
sen Großonkel.
Die Eltern der Brüder Philip, Rütger, Johann, Werner und Amelius=Carsilius
sind nun logischerweise:
III.
- Carsilius IV.(F) v.PALANDT etc. * ca. 1200/1210 ¤ Adelheid
v.HEINSBERG (sein Bruder: Philip, dessen Sohn: Rutger).
Dessen Eltern:
IV.
- Werner II.(F) v.PALANDT etc. * ± 1170/1180 ¤ Apolonia v.BINSFELD.
Wenn aus den Familiennamen der angeblich "fabelhaften
Ge-
nealogien"
der verzeichneten Nachkommen des tatsächlich "fabelhaften"
Wilprant GERMINITZKI und dem genauen Verzeichnis von
deren Ehefrauen
wirklich "der muthmaßliche Zweck der Fälschung"
hervorgehen sollte, "nämlichdie Familie PALANT mit
den ersten
Edelherrengeschlechtern
des Niederrheins versippt und dadurch die Herkunft der PALANT
als Edelherren glaubwürdig erscheinen zu
lassen"
(OIDTMAN Arnoldus Parvus, Stammvater ... S.38 f.),
dann wäre es unsinnig, hier eine zusätzliche Verbindung zu
den v.BINS-
FELD zu erfinden,
von denen die PALANDT wie von den über jeden Zweifel erhabenen
MERODE sowieso abstammten. Ferner sind
durch die
Verheiratungen späterer Zeit die PALANDT in jedem Fall über
jeden Zweifel ihrer Abstammung erhaben.
Die Eltern:
V.
- Werner I.(F) v.PALANDT etc. * ± 1135/1145 ¤ 1160 Elise
v.ARENTAL (siehe das hierzu bei IV. Gesagte, denn unter Nr.1059587
ist die
sowieso vorhandene
Abstammung von den v.ARENTAL belegt!) T.v. Gerard v.ARENTAL.
Die Eltern:
VI.
- Carsilius III.(F)v.PALANDT etc. * ± 1105/1115 ¤ Alveradis
v.STEIN (seine Geschw.: Wilprant ¤ Johanna v.KERPEN (auch
hier wie
bei IV, da
die MERODE und die KERPEN eines Geschlechts sind!), Werner
† im Hl. Land).
Die Eltern:
VII. -
Carsilius II.(F) v.PALANDT etc. * ± 1075/1085¤ Clementine
v.REULAND.
Die Eltern:
VIII.-
Carsilius I.(F)v.PALANDT etc. * ± 1040/1050 ¤ Agnes v.SAARWERDEN.
Der Vater:
IX.
- Johann v.PALANDT etc. * ± 1010/1020. Bruder: Roger
Hierzu nun
ein Beispiel für die sagenhaften Überlieferungen,
denn auch Andere (z.B. Adelslexikon [KNESCHKE], S.40
unter Buchst. P)
messen der Familie ein höheres
Alter und die Abkunft von polnischem Königsadel zu: "BUCELINUS
leitet das Geschlecht nach einem
Diplome von K. Friedrich
III. aus königlich polnischem Geblüte her und beginnt die
ordentliche Stammreihe mit Wiprecht GERMINEZKI,
welcher bei K. Carl d.Gr.
in hohem Ansehen gestanden und sich zuerstv.PALLANDT
oder PALAND ... genannt haben soll. Rüdiger P.,
ein
Sohn Wilprands P., welcher
um 961 lebte, ererbte mit seiner Gemahlin, Johanna von
BREDEBEND (BREIDENBEND), der Letzten ihres
Geschlechts, die Herrschaft
BREDEBEND im JÜLICHschen und erhielt 1316 den freiherrlichen
Titel." (KNESCHKE, a.a.O.), sicher erhielt
nicht der Rüdiger P., sondern
ein Nachkomme desselben diesen Titel, zeitlich ist es
nicht anders möglich. Irgendetwas muß an dieser Ge-
schichte "dransein",
sie wird von zu vielen unabhängig voneinander kolportiert.
Und da FAHNE auf „unsichere Quellen“ selbst verweist, ist
ihm kein Vorwurf zu machen.
Tatsächlich wäre also: Carselis VI.(F) = Carselis I. als Vater
des Carsilius VII.(F) = Carsilius II., denn Carsilius
V.(F) = Amelius
* um 1230 ist ziemlich sicher ¤ mit Anna v.SCHLEIDEN.
Sein Sohn ist Arnold, dessen Sohn ist Carsilius I. = VI.(F).
[94]
OIDTMAN Nachtr. Zu ZdAGV 16 S. 38-85: ältestes Lehnbuch der
Mannkammer HEINSBERG; Hauptstaatsarchiv DÜSSELDORF In der
gen. Quelle heißt seine Frau Maria von ERKENTEEL (ARGENTEAU
(ARGENTEUIL), Frau von dem TEMPEL, Witwe (!)Wauthiers de la
SAULX, diese ist aber seine Schwiegermutter, seine Frau auch:
Elisabeth
[95]
OIDTMAN, 2. Nachtr. zu Arnoldus parvus
[96]
OIDTMAN 8 S. 719
[97]
OIDTMAN 8 S. 719
[98]
OIDTMAN 11 S. 650
[99]
OIDTMAN 12 S. 617
[100]
(=v.SCHÖNAU; ein Verwandter, Reinard v.SCHÖNFORST, tritt am
14.4.1353 im Zusammenhang mit VALKENBURG auf, mit dem er ein
Jahr später belehnt wird und am am 1.6.1353 wird er
mit div. Gütern belehnt, nachdem Graf Hendrik v.FLANDERN
ihm am 14.4.1353 einen Schuldbrief über 22.000,- Gulden ausfertigen
läßt, die der Graf von ihm geliehen hatte. Jan, Herzog
von BRABANT, belehnte ihn am 11. März 1354 mit den LIMBURGISCHEN
Lehen MONTJOIE, BÜTGENBACH, dem Hof von RÜDESHEIM, dem Haus
von BERG, dem Hof von BOSLAR, der Stadt SITTARD, dem Zoll
zu HEISTER unter GULPEN, der früher das „Geleit von GRESSENICH“
hieß, mit dem Hof (Schöffenbank?) zu EYSDEN, einem Viertel
von HEERLEN etc.etc.; schließlich kauft Hermann v.SCHÖNFORST
VALKENBURG am 20.4.1354 von Graf Hendrik v.FLANDERN und dessen
Frau Philippa; am 18 ejusdem erfolgte die Belehnung mit VALKENBURG
durch den Kaiser [Qu.: v.d.VENNE; op.cit. S.112]
29.8.1356 wird er von Wilhelm v.JÜLICH (GULICK) als Schwager
bezeichnet {Qu.: a.a.O. S. 113}).]
[101]
gem OIDTMAN 11 S. 650
[102]
gem. GÖBELS, Karl; FRECHEN - damals, 1977/1986, S. 54
[103]
OIDTMAN 11 S. 711
[104]
OIDTMAN 13, zit. nach S. 317: Arnold ROST und Gerhard ROST
sind Ritter und Brüder, Söhne des Wilhelm ROST (ROYST), Ritter
und Amtmann zu LIEDBERG, Besitzer des Hauses FRECHEN. Carsilius
v.PALANDT und seine Frau sind die Rechtsnachfolger des GerhardROST
Bürgerrechte in KÖLN. Wilhelm wird in Urk. gemeinsam genannt
mit Werner Her van me Rode, Coen v.Beintzvelt, Jordan Mule
v.Bintzvelt, Gerhard cämmerer von Bachem, Werner von Muysbach
und Arnold von Bachem, Gerhard von Odenkirchen u.a.
[105]
OIDTMAN, 2. Nachtr. zu Arnoldus parvus ZdAGV
[106]
Da sie den halben Anteil der Vogtei besitzt, muß ein anderer
Erbe die andere Hälfte besitzen. Da sie die ganze Hälfte ihres
Vaters erbt, muß die Verwandtschaft zum Besitzer der anderen
Hälfte über den Vater zurückgehen. Hinweise sind gegeben über
den 1365 als Kämmerer erwähnten Werner v.BACHEM.
Dieser nun stellt sich heraus als Consanguineus mit Johannes
THOYNS de BACHEIM, mit dem er zusammen 1365 Kämmerer war und
folgends durch Heirat auch mit Carsilius v.PALANDT („consanguinei
et propinqui conjugum Carsili de PALANT et Agnes uxor ejus“).
Folglich ist 1365 der Bruder Arnold v.BACHEM bereits verstorben
und die nur wie oben indirekt erwähnte Agnes v.BACHEM sehr
direkt mit Werner verwandt. Dieser Werner v.BACHEM verwendet
nun interessanterweise sowohl das einfache Siegel mit den
beiden Schrägbalken, das von den Erkämmerern (FRECHEN) geführt
wird, wie er auch 13.7.1360 mit diesem um das Seeblatt in
der linken oberen Ecke vermehrte Wappen siegelt. Letzteres
wieder ist sowohl Siegel des Johan THOYNS v.BACHEM, seines
„consanguineus“ (als dieser damit siegelt, verwendet Werner
das einfache Wappen), wie jenes Werner v.BACHEM, der 23.9.1356
so siegelt. Nach dem bisherigen Sachstand liegt die Verwandtschaft
weiter zurück!
[107]
GÖBELS, Wappen von FRECHEN S. 58
[108]
BACHEM, G.A.; Die mittelrheinischen BACHEM, Manuskript, in
kl. Aufl. gedr.; Stadtarch.FRECHEN Bd. 1 und Ergänzungsband
sowie „Die 1024“, Stadtarch. KOBLENZ Bd. 2
[109]
Rijksarchief MAASTRICHT Bd. Nr. 328 S. 41, wo die Eltern des
Carsilius v.PALANDT ¤ Margaretha v.BERGERHAUSEN als Werner
v.PALANDT ¤ Roricha v.MERODE und wiederum dessen Vater Arnold
v.PALANDT (Arnold v.PALLANT Heer van BREIDENBEMD aufgeführt
sind. Das ist aber eindeutig falsch, weil in der Verkaufsurkunde
von 1379 Werner eindeutig des Carsilius Oheim genannt wird
(OIDTMAN 11 S. 651)
[110]
lt. De Maasgouw 57. Jgg. 1937 S. 19; P.J.M. van [GILES?],
ROERMUND, bischöfl. Archiv nach Unterlagen aus dem Archiv
des Kasteels WALBORG folgends gemäß Mitteilung von v.SCHILFGAARDE:
Carselis v. PALLANDT de jonge [† ± 1399] ¤ Greta von BERGERHAUSEN
und seine Schwester Agnes [Nese] ¤ Engelbert v.SCHOONVORST.
Beide halten den Hof zu HOTTORP [HOYTORP]. - Über HOTTORP
Acto von 1459 tritt der Enkel des o.g. namens Carselis auf.).
[111]
OIDTMAN 1 S. 725
[112]
OIDTMAN 13 S. 317
[113]
ISENBURG, Europ. Stammtafeln NF VIII
[114]
sie stammt von Karl d.Gr. ab. (? = v.d.BONGARD. Siehe hierzu
auch die Geschichte von SIMPELVELD/LIMBURG[NL] (Drs. G.H.FRANSSEN:
Van Simpelvei tot Simpelveld; Geschiedenis vanSIMPELVELD;
190) (und: OIDTMAN 1 S. 725) sie lebt noch um 1420.
[115]
Er stammt von Karl d.Gr. ab, daher ist es für die Nachkommen
völlig gleich, ob sie ehelich sind, sie sind „blütig“ und
daher von Adel!
[116]
c.f. MEYER, G.in: Jahrbuch des KÖLNer Geschichtsvereins 1992
S.76 Anm. 90
[117]
OIDTMAN 2 S. 705
[118]
Der DÜRENer Heraldiker MÜLLER-WESTPHAL äußerte fernmündlich
die gegenteilige Ansicht und nahm an, es handele sich nur
um eine schlechte Arbeit.
[119]
v.d.VENNE; op.cit. S. 123
[120]
OIDTMAN 5 S. 286
[121]
OIDTMAN 5 S. 122/123
[122]
OIDTMAN 11 S. 654
[123]
OIDTMAN 8 S. 719
[124]
ISENBURG, Europ.Stammtf. NF VIII/63, ebenso OIDTMAN
[125]
OIDTMAN 11 S. 658
[126]
OIDTMAN Bd. 11 S. 659
[127]
OIDTMAN 11 S. 659
[128]
OIDTMAN 11 S. 659
[129]
OIDTMAN 11 S. 659
[130]
Jaarboek VALKENBURG 1991, S. 58
[131]
Europ.Stammt. NF VIII / 63
[132]
Jaarboek VALKENBURG 1991, S. 58
[133]
So OIDTMAN 11 S. 719 nach Redinghoven 3 S. 487: Werner, Herrn
Werners ehel. Sohn v.P. Herrn zu BREITENBENDT. Offenbar irren
sich verschiedene Bearbeiter zwischen den vd. Wernern.
[134]
Europ.Stammt. NF VIII / 63
[135]
G.MEYER (a.a.O. S.73 Anm.73) zitiert HAStK Briefb.18 fol.50b
v.25.5.1446, daß bei den Streitigkeiten um BACHEM "Metzen
dynre maigt" Schaden zugefügt worden sei und meint,
diesen Ausdruck mit dem für die Schwiegermutter des Werner
jr. beim Ehevertrag verwendeten "Junffer Metze"
gleichsetzen zu dürfen. DasentsprichtnichtdemdamaligenSprachgebrauch.
Zwar war eine mai(g)t (Magd) oft eine sog. Jungfrau, aber
umgekehrt war eine Jungfrau nicht zugleich eine Magd.
Insbesondere Witwen wurden auch Jungfer genannt im Sinne der
wieder unverheirateten Frau, nicht jedoch Jungfrau
im Sinne der noch nicht geehelichte jungen Frau. Der
Witfrau kam das für die jüngere unverheiratete Frau verwendete
Magd, das sich ursprünglich von Mädchen ableitet,
nicht gleich, sie ist auch nicht mehr in den Stand
eines Mädchens zurückzubringen! Sie ist auch nicht als Magd
-von ihrem Stand her- zu betrachten. Es handelt sich bei "Metze
dynre Magd" also um die Frau des Werner v.PALANDT, welche
die gesuchte Magd bzw. junge und unverheiratete Frau Mechthild,
seine Lebensgefährtin, ist. Der Vorname Metza ist zu dieser
Zeit durchaus gebräuchlich, z.B. 1416 für Metza v.LIESSINGEN
(¤ Roilman v.GEYSBUSCH).
[136]
MEYER, G.: „vmtl.“ a.a.O. S. 105
[137]
Europ. Stammtf. NF VIII/63
[138]
Jaarboek VALKENBURG 1991; S. 56 ff.: Dirk van PALLAND
[139]
Jaarboek Valkenburg 1991, S. 61:
[140]
OIDTMAN 11 S. 660
[141]
OIDTMAN 11 S. 660
[142]
OIDTMAN 11 S. 661
[143]
Europ.Stammtafeln NF VIII/63
[144]
OIDTMAN 8 S. 719
[145]
KORTE, Friedrich; Zur Geschichte des Hubertusordens und seines
Gründers, des Herzogs Gerhard von JÜLICH und BERG, Grafen
von RAVENSBERG; in: 65. Jahresbericht des Historischen Vereins
für die Grafschaft RAVENSBERG, Jgg. 1966/1967, BIELEFELD 1968;
S. 4 Anm. 13
[146]
KORTE, a.a.O.
[147]
KORTE, a.a.O.
[148]
nach BLÖMER, A. ist sie aber bereits im Jahr 1412 gestorben,
was zu denken gibt!, nach unbelegter Mitt. desselben
aus ca. 1990 sei sie aber nach 1427 †.)
[149]
Nach STRANGE S. 6 f. ist sie die Tochter des Dietrich v.ENGELSDORF,
der 1419 tot ist
[150]
OIDTMAN 5 S. 285
[151]
Jahrbuch KÖLN 1992 S. 55 ff.
[152]
ISENBURG, v.; Europ. Stammtafeln NF VIII Tafel 63
[153]
QUADFLIEG, Eberhard; Die Bastarde der von PALANT, Geneal.Jahrb.1980
Neustadt/Aisch, S. 163 ff.
[154]
ISENBURG, v.; Europ. Stammtafeln NF VIII/Tafel 63
[155]
QUADFLIEG, Eberhard; Die Bastarde der von PALANT, Geneal.Jahrb.1980
Neustadt/Aisch, S. 164
[156]
siehe auch: Bayerische Staatsbibliothek MÜNCHEN, Sammlung
REDINGHOVEN Codex Germ. 2213/54
[157]
MEYER, G.; Jahrbuch KÖLN 1992 S. 57
[158]
MEYER, G.; Jahrbuch KÖLN 1992 S. 64 f.
[159]
gegen MEYER, G., a.a.O.S. 73
[160]
GÖBELS, FRECHEN - damals, S. 53: „seit 1328... u.a. auf Burg
BACHEM angesessen“
[161]
MEYER, G.; Jahrbuch KÖLN 1992 S. 74
[162]
Noch in späteren Kirchenliedern wird die eigentliche Bedeutung
deutlich: EKG 403, 1: „Christum wir sollen loben schon, der
reinen Magd, Marien Sohn“ in Martin Luthers Übertragung des
Hymnus „A solius ortus cardine“ des Caelius Sedulus [um 430
n.Chr.] von 1524; oder in EKG 23,2 [Es ist ein Ros entsprungen]:
„Marie, die reine Magd“. Hier wird dem damaligen Theologieverständnis
entsprechend „reine Magd“ zum Synonym für „jungfräuliche
junge Frau“, d.h. „Magd“ bedeutet nichts weiter als „junge
Frau“. Daher sind die späten, meist absichtlichen Verwechslungen
mit der Magd als der niedrigen Bediensteten abzulehnen.
[163]
Bayerische Staatsbibliothek MÜNCHEN, Sammlung REDINGHOVEN
Codex Germ. 2213/54
[164]
Mitt.WGF Bd. II 1913-21 S. 241-243
[165]
OIDTMAN 11 S. 770 wird sie „angeblich eine NN.v.GEISBUSCH“
von den KÖLNer GEISBUSCH genannt
[166]
QUADFLIEG, Eberhard; Die Bastarde der von PALANT, Geneal.Jahrb.1980
Neustadt/Aisch, S. 164: Seger nennt sie „eine maght Metz genant“,
das bedeutet aber nicht Magd im heutigen Sinn, sondern „junge
Frau“! Alle späteren Desavouierungsaktivitäten scheitern an
der Tatsache der damaligen Wortbedeutung.
[167]
Korr. d.d.Bearbeiter: anstatt orig. „versorgten“
[168]
QUADFLIEG, Eberhard; Die Bastarde der von PALANT, Geneal.Jahrb.1980
Neustadt/Aisch, S. 166
[169]
OIDTMAN 11 S. 770
[170]
OIDTMAN 11 S. 770, die differierenden Daten müssen ferner
beachtet bleiben
[171]
OIDTMAN 11 S. 770
[172]
OIDTMAN 11 S. 770 |
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